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100084 PS Proseminar: Modern German Literature (2010S)

4.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 10 - Deutsche Philologie
Continuous assessment of course work

Registration/Deregistration

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Details

max. 40 participants
Language: German

Lecturers

Classes (iCal) - next class is marked with N

Thursday 11.03. 13:45 - 15:15 (ehem.Übungsraum 4 Germanistik Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 5)
Thursday 18.03. 13:45 - 15:15 (ehem.Übungsraum 4 Germanistik Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 5)
Thursday 25.03. 13:45 - 15:15 (ehem.Übungsraum 4 Germanistik Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 5)
Thursday 15.04. 13:45 - 15:15 (ehem.Übungsraum 4 Germanistik Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 5)
Thursday 22.04. 13:45 - 15:15 (ehem.Übungsraum 4 Germanistik Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 5)
Thursday 29.04. 13:45 - 15:15 (ehem.Übungsraum 4 Germanistik Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 5)
Thursday 06.05. 13:45 - 15:15 (ehem.Übungsraum 4 Germanistik Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 5)
Saturday 08.05. 10:00 - 15:00 (ehem.Übungsraum 4 Germanistik Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 5)
Thursday 20.05. 13:45 - 15:15 (ehem.Übungsraum 4 Germanistik Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 5)
Thursday 27.05. 13:45 - 15:15 (ehem.Übungsraum 4 Germanistik Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 5)
Thursday 10.06. 13:45 - 15:15 (ehem.Übungsraum 4 Germanistik Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 5)
Thursday 17.06. 13:45 - 15:15 (ehem.Übungsraum 4 Germanistik Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 5)
Thursday 24.06. 13:45 - 15:15 (ehem.Übungsraum 4 Germanistik Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 5)

Information

Aims, contents and method of the course

Das Seminarkonzept verfolgt einen doppelten Ansatz. Im Sinne einer Einführung sollen grundlegende Begriffe und Paradigmen der Erzähltheorie vorgestellt und an literarischen Texten, auf die sich das Seminar beschränkt, eingeübt werden. Die Narratologie hat bekanntlich immer schon den Anspruch vertreten, Konzepte mit einem hohen Grad an Allgemeingültigkeit zu entwickeln. Diesen Umstand wollen wir zunächst als Vorteil in den Blick nehmen: Inwiefern helfen uns Kategorien wie etwa "Zeit", "Modus" oder "Stimme" dabei, Texte in ihrer Struktur genau zu beschreiben, ihre Elemente zu erkennen? Warum wird überhaupt erzählt und in welchem Verhältnis steht der "Erzähler" zu seiner "Geschichte" und zu der "fiktionalen Welt", die er für den Leser entwerfen will?

Der zweite Ansatz versteht sich historisch und geht von der Beobachtung aus, dass das methodische Nachdenken über das Erzählen vor allem ein Phänomen des 20. Jahrhunderts ist. Wie alle wissenschaftlichen Theorien hat auch die Narratologie ihren historischen Ort, den wir beleuchten wollen. Ihre Kategorien sind im Dialog mit literarischen Texten, und hier vor allem mit den großen Romanen des 20. Jahrhunderts entstanden. Die frühe Narratologie fällt wissenschaftsgeschichtlich in den Zusammenhang des so genannten "linguistic turn" und versteht literarische Erzähltexte, in Analogie zur Sprachwissenschaft, als rückführbar auf die "Struktur" der Sprache. Eine Erzählung soll damit in derselben Weise funktionieren wie ein grammatischer Satz. So erklärt sich die oben erwähnte Allgemeingültigkeit: Die Erzähltheorie erhebt den Anspruch, genauso universell zu sein wie eine Grammatik. Aber gerade diesen Anspruch wollen wir mit der Berücksichtigung auch des kulturellen Umfelds der Texte problematisieren.

Der doppelte Ansatz des Seminars hat also zum Ziel, die theoretischen Leistungen der Narratologie genauso sichtbar zu machen wie ihre Beschränkungen. Auf drei Schwerpunkte mit Autoren und Textbeispielen wollen wir uns in umgekehrt chronologischer Reihenfolge konzentrieren: Um 1900 (Robert Musil) - um 1800 (Heinrich von Kleist) - um 1250 (Heinrich von Veldeke, Hartmann von Aue). Aus einem der Schwerpunkte soll als Ergebnis eine schriftliche Hausarbeit hervorgehen.

Bachelorstudierende, die sich die LV für die Ältere Dt. Literatur anerkennen lassen wollen, melden sich bitte nach Eintragung der Note bei Herrn Scharf (markus.scharf@univie.ac.at).
Das betrifft auch Bachelorstudierende, die die LV für die Neuere Dt. Literatur im Wahlmodul 5.1 anerkannt haben möchten.

Assessment and permitted materials

Konsequente vorbereitende Lektüre, Anwesenheit und Diskussion, Textanalysen, schriftl. Hausarbeit

Minimum requirements and assessment criteria

Examination topics

Lektüre theoretischer Texte, Close Reading

Reading list

Matias Martinez, Michael Scheffel, Einführung in die Erzähltheorie, München 1999ff. [alle Aufl.]; Wolf Schmid, Elemente der Narratologie, Berlin, New York 2008.

Robert Musil, Die Verwirrungen des Zöglings Törleß, Reinbek b. Hamburg 1997 [alle Aufl.]; Heinrich von Kleist, Erzählungen [Auswahl, in Kopie]; Heinrich von Veldeke, Sente Servas, Eneasroman [Auswahl, in Kopie]; Hartmann von Aue, Erec [Auswahl, in Kopie].

Ergänzende Forschungsliteratur zu den Schwerpunkten [in Kopie].

Association in the course directory

(I 1231, I 1232, I 2900)

Last modified: Mo 07.09.2020 15:32