Universität Wien FIND

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100232 SE Modern German Literature: (2020W)

Kolloquium Neue Poesie: Christian Steinbacher

6.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 10 - Deutsche Philologie
Continuous assessment of course work

Registration/Deregistration

Note: The time of your registration within the registration period has no effect on the allocation of places (no first come, first serve).

Details

max. 30 participants
Language: German

Lecturers

Classes (iCal) - next class is marked with N

Wahl des Unterrichtsmodus (Präsenzlehre, Hybridlehre, Distanzlehre) nach je aktuellen Erfordernissen; intendiert als Präsenzlehre

UPDATE 7.11.2020: Aufgrund der aktuell geltenden Vorgaben der Bundesregierung findet die LV ab sofort in Distanzlehre statt. Als Tool wird ZOOM verwendet.
Beginnend mit der Einheit am 19.11. sende ich wöchentlich je einen Link zur Zoom-Sitzung per Moodle aus. Die Teilnahme ist verpflichtend, bitte wenn möglich mit aufgedrehter Kamera. Für die jeweiligen Expert*innen wird es möglich sein, Inhalte ihres Monitors zu teilen. Ein interaktives Gespräch aller Beteiligten zu den jeweiligen Themen ist geplant. Unser Autorengast Christian Steinbacher wird am 26.11. und am 12.12. ebenfalls per ZOOM am gemeinsamen Gespräch teilnehmen.

Die einzelnen Einheiten werden aufgezeichnet und sollten per u:cloud zur Verfügung stehen (Link dazu kommt extra von mir.)

Die Abhaltung als Distanzlehre ist so lange gültig, bis ich einen eventuell anderen Modus mitteile.

Thursday 08.10. 18:30 - 20:00 Seminarraum 3 Tiefparterre Hauptgebäude Stiege 9 Hof 5
Thursday 19.11. 18:30 - 20:00 Digital
Thursday 26.11. 18:30 - 20:00 Digital
Thursday 03.12. 18:30 - 20:00 Digital
Thursday 10.12. 18:30 - 20:00 Digital
Saturday 12.12. 09:00 - 15:00 Digital
Thursday 17.12. 18:30 - 20:00 Digital
Thursday 07.01. 18:30 - 20:00 Digital
Thursday 14.01. 18:30 - 20:00 Digital
Thursday 21.01. 18:30 - 20:00 Digital
Thursday 28.01. 18:30 - 20:00 Digital

Information

Aims, contents and method of the course

Das Konzept "Dialogizität" hat, besonders seit der verstärkten Bachtin-Rezeption seit den 1960er Jahren, als literaturwissenschaftlicher Begriff einige Beachtung erfahren. In linguistischer Hinsicht gilt das Prinzip Dialogizität als Kritik an der „klassischen“ Linguistik, die sprachliche Bedeutung (von Wörtern, von Sätzen) situationsinvariant zu fassen versucht. Demgegenüber gehen jüngere linguistische Theorien (Pragmalinguistik, Relevanztheorie etc.) davon aus, dass immer auch die besondere Äußerungssituation zum Sinn der Äußerung beitrage, vielleicht auch die Äußerungsintention.
Nach einer Rekonstruktion dieses theoretischen Rahmens und einer Diskussion der damit verknüpften Theorie-Aspekte soll auf die im engeren Sinn literaturwissenschaftliche Relevanz des Konzepts „Dialogizität“ eingegangen werden, hat doch Bachtin vor allem den polyphonen Roman als Beispiel des dialogischen Wortgebrauchs angeführt. Aber auch das Phänomen der Intertextualität, der Relation von literarischen Texten zu anderen Texten als direktes oder indirektes Zitat, spielt in der Literaturwissenschaft seit Julia Kristevas Deutung von Dialogizität in diese Richtung eine gewisse Rolle.
Davon ausgehend soll es um die Frage der Intertextualität in Texten des Autorengasts Christian Steinbacher (OULIPO, Paul Wühr, Claude Simon, Lew Semjonowitsch Rubinstein, experimentelle Literatur etc.) gehen. Zudem werden direkte Zusammenarbeiten Steinbachers mit anderen (mit Michèle Métail, Zsuzsanna Gahse, Franzobel) im Lichte des Konzepts „Dialogizität“ untersucht werden. Und zuletzt sollen auch jene Passagen in Steinbachers Werk analysiert werden, die Dialogisches als ihr zentrales Produktionsprinzip haben.

Autor*innenkolloquium Neue Poesie meint, dass die Lehrveranstaltung zusammen mit einem für die gegenwärtige Literatur relevanten Dichter (oder einer Dichterin) in der Konzeption abgestimmt ist und diese Dichterin auch zumindest zweimal in die Lehrveranstaltung kommen wird; in diesem Wintersemester wird Christian Steinbacher den Themenbereich "Dialogizität" in zwei der Semester-Einheiten untersuchen.

Am Ende des Semesters erfolgt am 14.1.2021 (19.00-21.00) eine gemeinsame Präsentation des Erarbeiteten im Literarischen Quartier der Alten Schmiede (Studierende mit Christian Steinbacher und dem LV-Leiter). Der literaturwissenschaftliche Erkenntnisprozess soll mit dem gestaltenden Nachvollzug durch die Studierenden komplementiert werden.

Es ist geplant, dieses Seminar so weit wie möglich als Präsenzlehrveranstaltung durchzuführen. Nach Maßgabe der jeweiligen Situation bzgl. Covid-19 und den von den Behörden bzw. der Universität angeordneten Maßnahmen kann die Lehrveranstaltung aber auch als Webinar mittels Videokonferenztools durchgeführt werden bzw. zu einer digitalen LV umgestellt werden. Bitte kümmern Sie sich rechtzeitig um die entsprechende technische Ausstattung.

Assessment and permitted materials

Zum positiven Abschluss der Lehrveranstaltung sind erforderlich
(Szenario Präsenzlehre, Anpassungen bei abweichendem Unterrichtsmodus während des Semesters möglicherweise erforderlich):

1) regelmäßige Teilnahme und aktive Mitarbeit in der Diskussion und an der Abschlussveranstaltung in der Alten Schmiede (14.1.2021); Abmeldung ohne Benotung bis maximal inkl. der 3. Einheit möglich; max. dreimalige Abwesenheit während des Semesters: 20 Prozent

2) Selbststudium: Lektüre der jeweiligen Fokus-Texte für jede Einheit

3) Gestaltung einer Einheit: Erweiterte Lektüre zum Themenkreis, reflektierte Diskussion des Themas, keine klassischen Referate, sondern Expert*innenstatus in der Diskussion des gewählten Themenkreises; (ich erwarte Sie eine Woche vor Ihrer Präsentation in meiner Sprechstunde): 20 Prozent

4) Seminararbeit (im Umfang von mind. 25 Seiten Haupttext) zum gewählten Themenkreis: theoretische Reflexion + praktische Anwendung (aus dem präsentierten Thema, abweichende Themen-Vereinbarung während des Semesters möglich): 60 Prozent
(Abgabe bis spätestens 30. April 2021 möglich)

NB: Ab dem vierten Lehrveranstaltungstermin ist eine Abmeldung nur mit triftigem Grund und in Absprache mit der Lehrveranstaltungsleiterin / dem Lehrveranstaltungsleiter möglich. Ab vier Absenzen ist die Gesamtleistung negativ zu beurteilen, sofern keine Krankschreibung vorgelegt wird oder andere triftige Gründe einsichtig gemacht werden können. Wird die schriftliche Seminar-Arbeit nicht zur Beurteilung eingereicht, ist die Gesamtleistung negativ zu beurteilen.

UPDATE 7.11.2020: Aufgrund der aktuell geltenden Vorgaben der Bundesregierung findet die LV ab sofort in Distanzlehre statt. Als Tool wird ZOOM verwendet.
Beginnend mit der Einheit am 19.11. sende ich wöchentlich je einen Link zur Zoom-Sitzung per Moodle aus. Die Teilnahme ist verpflichtend, bitte wenn möglich mit aufgedrehter Kamera. Für die jeweiligen Expert*innen wird es möglich sein, Inhalte ihres Monitor zu teilen. Ein interaktives Gespräch aller Beteiligten zu den jeweiligen Themen ist geplant. Unser Autorengast Christian Steinbacher wird am 26.11. ebenfalls per ZOOM zum gemeinsamen Gespräch teilnehmen.

Die einzelnen Einheiten werden aufgezeichnet und sollten per u:cloud zur Verfügung stehen (Link dazu kommt extra von mir.)

Die Abhaltung als Distanzlehre ist so lange gültig, bis ich einen eventuell anderen Modus mitteile.

Minimum requirements and assessment criteria

siehe Art der Leistungskontrolle

Examination topics

siehe Art der Leistungskontrolle und Inhalte

Reading list

siehe Moodle

Association in the course directory

Last modified: Th 03.12.2020 14:27