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142071 UE Introduction to scientific Sanskrit Literature: (2020W)

Bhagavadgita and commentaries

Continuous assessment of course work

Registration/Deregistration

Note: The time of your registration within the registration period has no effect on the allocation of places (no first come, first served).

Details

max. 24 participants
Language: German

Lecturers

Classes (iCal) - next class is marked with N

Die Lehrveranstaltung wird prinzipiell in analoger Form („Präsenzlehre“) stattfinden. Die allgemeine Entwicklung der Lage und besonders die Vorgaben der Universitätsleitung können jedoch zu jedem Zeitpunkt eine Umstellung auf die digitale Form („online-Unterricht“) erforderlich machen. Spezielle Bedürfnisse der Studierenden, z.B. solcher, die zu einer der Risikogruppen gehören, können berücksichtigt werden.

Tuesday 06.10. 12:00 - 13:30 Seminarraum 6 ISTB UniCampus Hof 4 2C-O1-37
Tuesday 13.10. 12:00 - 13:30 Seminarraum 6 ISTB UniCampus Hof 4 2C-O1-37
Tuesday 20.10. 12:00 - 13:30 Seminarraum 6 ISTB UniCampus Hof 4 2C-O1-37
Tuesday 27.10. 12:00 - 13:30 Seminarraum 6 ISTB UniCampus Hof 4 2C-O1-37
Tuesday 03.11. 12:00 - 13:30 Seminarraum 6 ISTB UniCampus Hof 4 2C-O1-37
Tuesday 10.11. 12:00 - 13:30 Seminarraum 6 ISTB UniCampus Hof 4 2C-O1-37
Tuesday 17.11. 12:00 - 13:30 Seminarraum 6 ISTB UniCampus Hof 4 2C-O1-37
Tuesday 24.11. 12:00 - 13:30 Seminarraum 6 ISTB UniCampus Hof 4 2C-O1-37
Tuesday 01.12. 12:00 - 13:30 Seminarraum 6 ISTB UniCampus Hof 4 2C-O1-37
Tuesday 15.12. 12:00 - 13:30 Seminarraum 6 ISTB UniCampus Hof 4 2C-O1-37
Tuesday 12.01. 12:00 - 13:30 Seminarraum 6 ISTB UniCampus Hof 4 2C-O1-37
Tuesday 19.01. 12:00 - 13:30 Seminarraum 6 ISTB UniCampus Hof 4 2C-O1-37
Tuesday 26.01. 12:00 - 13:30 Seminarraum 6 ISTB UniCampus Hof 4 2C-O1-37

Information

Aims, contents and method of the course

Die Bhagavadgītā, das „Lied des Erhabenen“, ist eines der bekanntesten religiösen Lehrgedichte des alten Indien, das seit der mittelalterlichen Zeit, beginnend mit dem Kommentar des Philosophen Śaṅkara (ca. 800), im Rahmen zahlreicher Kommentare in Sanskrit und den Regionalsprachen Südasiens vielfältige Deutungen und Interpretationen erfahren hat. Seit dem 19. Jahrhundert hat sich diese Entwicklung auch außerhalb Indiens in verschiedenen Auslegungen in modernen nicht-indischen Sprachen fortgesetzt. Wahrscheinlich handelt es sich bei der Bhagavadgītā auch um das am häufigsten übersetzte religiöse Gedicht der Welt, was Übersetzungen, Nacherzählungen und Umgestaltungen in verschiedenen indischen Sprachen einschließt. Seine auf vielfache Weise ansprechenden philosophisch-religiösen Gedanken, seine tiefe Spiritualität und seine überaus poetische Sprache üben nach wie vor große Faszination aus.
Das Gedicht ist im sechsten Buch (Bhīṣmaparvan) des Epos Mahābhārata überliefert (MBh 6.23–40) und präsentiert sich in Form eines Dialoges zwischen dem Pāṇḍava-Prinzen Arjuna und seinem Wagenlenker Kṛṣṇa, der sich als eine menschliche Erscheinungsform Gottes entpuppt und schließlich in all seiner wunderbaren Größe und Vielfalt zeigt. Der Dialog entspinnt sich mitten auf dem Schlachtfeld Kurukṣetra, zwischen den beiden zum Kampf aufgestellten Heeren der rivalisierenden Pāṇḍavas und Kauravas – den Cousins der Pāṇḍavas, die die Herrschaft über deren Reich für sich beanspruchen – unmittelbar vor dem Beginn der Kampfhandlungen. In unserer Lektüre werden wir genau an diesem Punkt in den Text einsteigen.
Im Anschluss an eine kurze Einführung in die Bhagavadgītā und ihre Kommentare, die Sekundärliteratur und die verschiedenen Hilfsmittel soll die Übung anhand der Lektüre der Strophen MBh 6.23.21ff. zunächst einen Einblick in Arjunas psychologische Ausgangssituation geben, die dann den Anlass für Kṛṣṇas Belehrung bietet, beginnend mit MBh 6.24. Im Zuge der Lektüre sollen auch schrittweise ausgewählte leichte und mittelschwere Passagen aus verschiedenen Kommentaren zu den Strophen mitgelesen werden, die im sogenannten wissenschaftlichen Sanskrit verfasst sind.

Ziel der Übung ist der Erwerb (a) grundlegender Kenntnisse zur Bhagavadgītā in der indischen Kultur-, Philosophie- und Religionsgeschichte, (b) von ersten Kenntnissen einiger wichtiger philosophisch–religiöser Vorstellungen der Bhagavadgīta, zusammen mit der Kenntnis der relevanten Terminologie, (c) einer ersten Vertrautheit mit dem Stil des wissenschaftlichen Sanskrits der mittelalterlichen Zeit und d) einer grundlegenden Kompetenz in der Verwendung von Sanskrit-Kommentaren. Ferner sollen in der Lehrveranstaltung Methoden der sprachlichen und inhaltlichen Analyse sowie der Übersetzung und Hermeneutik epischer und wissenschaftlicher Sanskrittexte vermittelt und die Kenntnis des klassischen Sanskrits überhaupt vertieft werden.

Assessment and permitted materials

Von den Teilnehmern wird die gründliche Vorbereitung der Sanskrittexte erwartet, die Präsentation eigener Übersetzungen und Analysen im Unterricht und die Beteiligung an der inhaltlichen Erarbeitung des gelesenen Stoffes, ergänzt durch die Lektüre ausgewählter Sekundärliteratur.

Minimum requirements and assessment criteria

Teilnahmevoraussetzungen: Erfolgreiche Absolvierung der Module der StEOP und der Pflichtmodule 2a, 6a, 8a und 12a.

50% der Bewertungsgrundlage stellt die mündliche Leistung dar, in Form der Mitarbeit als Ausdruck der kontinuierlichen Vorbereitung; sie erfolgt durch die Präsentation von eigenständig erarbeiteten Übersetzungen und Textanalysen sowie die Beteiligung an der Textinterpretation und weiteren, auf ihr basierenden Diskussion in der Lehrveranstaltung. Weitere 30% entfallen auf schriftliche Leistungen, d.h. die im Laufe des Semesters zu erbringenden kleineren Hausübungen verschiedener Art sowie eine abschließende Übungsarbeit. Ein Abschlusstest macht die verbliebenen 20% der Bewertungsgrundlage aus. Werden mehr als drei Sitzungen versäumt, erfolgt eine negative Bewertung.

Examination topics

Reading list

Schriftliche Unterlagen werden zu Beginn der Lehrveranstaltung und nach Bedarf laufend zur Verfügung gestellt werden. Ferner wird ein ergänzender Handapparat in der Fachbibliothek aufgestellt.

Texte:
MBh 6.23.21–24.53 in Shripad Krishna Belvalkar (ed.), The Bhīṣmaparvan Being the Sixth Book of the Mahābhārata the Great Epic of India. Poona: Bhandarkar Oriental Research Institute 1947. (Bd. 7 der kritischen Ausgabe des Mahābhārata)
Ausgewählte Passagen aus den Sanskrit-Kommentaren in Wāsudev Laxman Shāstrī Pansīkar (ed.), Śrīmadbhagavadgītā with the Commentaries Śrīmat-Śāṅkarabhāṣya with Ānandagiri; Nīlakaṇṭhī; Bhāṣyotkarṣadīpikā of Dhanapati; Śrīdharī; Gītārthasaṅgraha of Abhinavaguptāchārya and Gūḍhārthadīpikā of Madhusūdana with Gūḍhārthatattvāloka of Śrīdharmadattaśarmā. Bombay: Nirnaya Sagar Press, 1912. Nachdruck: New Delhi: Munshiram Manoharlal, 1978.

Ausgewählte Literatur:
Winand M. Callewaert and Shilanad Hemraj, Bhagavadgītānuvāda. A Study in Transcultural Translation. Ranchi: Satya Bharati Publications, 1983.
Richard H. Davis, The Bhagavad Gītā. A Biography. Princeton – Oxford: Princeton University Press 2015 (Lives of Great Religious Books). [online-Resource der UB Wien]
Madhav Deshpande, “The Epic Context of the Bhagavadgītā”. Journal of South Asian Literature 23.2 (1988), pp. 133–143.
Franklin Edgerton. The Bhagavadgītā. Translated and Interpreted. Cambridge, Mass. – London: Harvard University Press 1944 (Harvard Oriental Series 38–39). Nachdruck in einem Band 1972ff.
Jagdish Chander Kapoor, Bhagavadgītā. An International Bibliography of 1785–1979 Imprints. New York, NY [u.a.]: Garland Publications, 1983 (Garland Reference Library of the Humanities 306).
Angelika Malinar, The Bhagavadgītā. Doctrines and Contexts. Cambridge: Cambridge University Press, 2007. [online-Resource der UB Wien]
Robert Minor (ed.), Modern Indian Interpreters of the Bhagavadgītā. Albany, NY: State University of New York Press, 1986 (SUNY Series in Religious Studies).
George Thompson, The Bhagavadgītā. A New Translation. New York: North Point Press, 2008.

R. J. Venkateswaran, Dictionary of Bhagavad Gītā. New Delhi: Sterling Publishers, 1991.

Association in the course directory

BA17a, MATB3b

Last modified: Tu 13.10.2020 12:28