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160043 UE Musical Analysis (2019W)

Diversity of compositional techniques and concepts of musical material in the first half of the 20th century

Continuous assessment of course work

Registration/Deregistration

Details

max. 40 participants
Language: German

Lecturers

Classes (iCal) - next class is marked with N

Diese Lehrveranstaltung wird von einem Tutorium begleitet.
Dienstag, 12:30 - 14:00 (vom 15.10.2019 bis 28.01.2020)
Ort: Seminarraum d. Inst. f. Musikwissenschaft
Tutor: Manuel Velásquez

Thursday 10.10. 14:15 - 15:45 Hörsaal 1 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3G-EG-09
Thursday 17.10. 14:15 - 15:45 Hörsaal 1 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3G-EG-09
Thursday 24.10. 14:15 - 15:45 Hörsaal 1 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3G-EG-09
Thursday 31.10. 14:15 - 15:45 Hörsaal 1 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3G-EG-09
Thursday 07.11. 14:15 - 15:45 Hörsaal 1 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3G-EG-09
Thursday 14.11. 14:15 - 15:45 Hörsaal 1 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3G-EG-09
Thursday 21.11. 14:15 - 15:45 Hörsaal 1 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3G-EG-09
Thursday 05.12. 14:15 - 15:45 Hörsaal 1 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3G-EG-09
Thursday 12.12. 14:15 - 15:45 Hörsaal 1 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3G-EG-09
Thursday 09.01. 14:15 - 15:45 Hörsaal 1 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3G-EG-09
Thursday 16.01. 14:15 - 15:45 Hörsaal 1 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3G-EG-09
Thursday 23.01. 14:15 - 15:45 Hörsaal 1 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3G-EG-09
Thursday 30.01. 14:15 - 15:45 Hörsaal 1 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3G-EG-09

Information

Aims, contents and method of the course

Inhalt
Seit Beginn des 20. Jahrhunderts hat sich eine Vielfalt an neuen musikalischen Stilen, Satzarten und Kompositionstechniken gebildet: völlig frei, als Weiterentwicklung tonaler Idiome, als deren Überschreitung in die Atonalität. Eine solche Öffnung zur Vielfalt hin hat von Seiten der Komponisten und Komponistinnen ein gesteigertes „Materialbewusstsein“ erfordert – dem später von Seiten der Analytiker eine Antwort mit den geeigneten Methoden folgen musste. Es hat sozusagen eine Verschiebung von einer dominierenden Tonalität zum „Materialdenken“ gegeben - „Material“ verstanden als etwas, das mittels „Techniken“ in Kompositionen „verarbeitet“ wird.
Material können diverse Skalen sein, oder Reihen, 12-Ton-Reihen, Akkordblöcke. Kompositionstechniken können kontrapunktischer Art sein, Variationstechniken, Klang-.und Satztechniken der Schichtung, Überlagerung, Parallelverschiebung.
In dieser Lehrveranstaltung sollen, da die harmonische Tonalität und damit zusammenhängende Analysemethoden in Bezug auf das 20. Jahrhundert stark an Relevanz verloren haben, auch neuere theoretische Ansätze und Analysemethoden aufgegriffen werden wie u.a. die tonhöhenzentrierte Reihentechnik oder die stark abstrahierende Pitch Class Set Theorie. Dabei ist die analytische Trennung zwischen „Material“ und Kompositionstechnik (dessen Verarbeitung) für die gesamte Lehrveranstaltung von fundamentaler Bedeutung. Was kann Material sein, welche Möglichkeiten bietet „neues“ Material? Welche Effekte generieren die Komponisten mit neuen Material, mit „neuen“ oder adaptierten „alten“ Kompositionstechniken? Interessant dabei ist, dass sehr viele Kompositionstechniken tradiert und gar nicht neu sind? Was war zu Beginn des 20. Jahrhunderts das „Neue“ und Reizende daran?
Auch das Thema „Freie Atonalität“ steht im Raum und soll umrissen werden, wo es begegnet. Das Interessante ist die analytische Reflexion über die Vielfalt der sich überlagernden Materialien und Kompositionstechniken, welche schließlich zu weitergehenden analytischen Fragen führt: welche Funktion im Ganzen haben verschiedene Materialien und Kompositionstechniken? Wodurch wird die Vielfalt zusammengehalten? Welche Form hat eine Komposition?
Folgende Komponisten stehen neben anderen im Zentrum der Lehrveranstaltung: C. Debussy, M. Ravel, A. Schönberg, A. Webern, A. Berg, E. Varèse, B. Bartók, I. Strawinsky, Ch. Ives, O. Messiaen. Als Zeitraum gilt grob: von ca. 1900-1945.

Ziele
Die Studierenden sollen am Ende des Semesters unterschiedliche „Materialien“ erkennen und unterscheiden können, mit den wesentlichen Satz-und Kompositionstechniken vertraut sein sowie kleinere Analysen eigenständig anfertigen können. Damit zusammenhängend sollen sie ein Gefühl für „interessante“ analytische Fragestellungen entwickeln.

Methode
Erklärung theoretischer und terminologischer Grundlagen, Präsentation von Klang- und Notenbeispielen aus der Literatur, gemeinsames Erarbeiten von Analysen während der Lehrveranstaltung, Hausübungen, Präsentation des Materials auf der e-learning-Plattfform Moodle. Die analytische Praxis, die Übung ist Methode und Ziel dieser Lehrveranstaltung.

Assessment and permitted materials

Drei Komponenten führen zum Zeugnis:
1) Regelmäßige Teilnahme (Dreiviertel der Termine).
2) Abgabe-Übungen im Laufe des Semesters.
3) Kurze Analyseübung als schriftliche Abschluss-Prüfung am Ende des Semesters.

Minimum requirements and assessment criteria

Voraussetzung für die Teilnahme ist unbedingt Tonsatz I. Der absolvierte Tonsatz II ist nicht Voraussetzung, kann aber von Vorteil sein. Wichtiger ist eine gewisse "analytische Neugier".

Die Gesamtnote setzt sich zusammen aus der Qualität der Abgabe-Übungen, der Mitarbeit, der schriftlichen Abschlussprüfung. Beurteilungsmaßstab: 1) Welche "Fakten" wurden erkannt? 2) Konnten Zusammenhänge zwischen "Fakten" hergestellt werden?

Examination topics

Der in der LV behandelte Stoff wird wöchentlich aktualisiert in der e-learning-Plattform Moodle zur Verfügung gestellt und entspricht auch dem Prüfungsstoff.

Reading list

Wird in der Lehrveranstaltung bekannt gegeben.

Association in the course directory

BA: TON

Last modified: Th 24.10.2019 13:28