Universität Wien

160065 VO Traditional musical theatre in East Asia (2016S)

Details

Language: German

Examination dates

Lecturers

Classes (iCal) - next class is marked with N

  • Wednesday 09.03. 09:00 - 10:30 Hörsaal 1 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3G-EG-09
  • Wednesday 16.03. 09:00 - 10:30 Hörsaal 1 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3G-EG-09
  • Wednesday 06.04. 09:00 - 10:30 Hörsaal 1 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3G-EG-09
  • Wednesday 13.04. 09:00 - 10:30 Hörsaal 1 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3G-EG-09
  • Wednesday 20.04. 09:00 - 10:30 Hörsaal 1 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3G-EG-09
  • Wednesday 27.04. 09:00 - 10:30 Hörsaal 1 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3G-EG-09
  • Wednesday 04.05. 09:00 - 10:30 Hörsaal 1 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3G-EG-09
  • Wednesday 11.05. 09:00 - 10:30 Hörsaal 1 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3G-EG-09
  • Wednesday 18.05. 09:00 - 10:30 Hörsaal 1 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3G-EG-09
  • Wednesday 25.05. 09:00 - 10:30 Hörsaal 1 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3G-EG-09
  • Wednesday 01.06. 09:00 - 10:30 Hörsaal 1 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3G-EG-09
  • Wednesday 08.06. 09:00 - 10:30 Hörsaal 1 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3G-EG-09
  • Wednesday 15.06. 09:00 - 10:30 Hörsaal 1 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3G-EG-09
  • Wednesday 22.06. 09:00 - 10:30 Hörsaal 1 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3G-EG-09

Information

Aims, contents and method of the course

Die ostasiatischen Länder haben eigentümliche Theaterkulturen hervorgebracht, die über den langen Zeitraum in Austausch und Verschmelzung mit anderen Kulturen, mit denen sie durch Handelswege, Verbreitungswege der Religion, politische Invasion und Konföderation in Kontakt gekommenen sind, entwickelt wurden.

Diese Lehrveranstaltung behandelt Ursprung, geschichtliche Entwicklung und Wandlung, charakteristische Merkmale, Gemeinsamkeiten und Unterschiede der traditionellen theatralischen Musikaufführungen Ostasiens; Kunqu und Jingju (Peking Oper) Chinas. Ch'ang'gûk (Musiktheater) und P'ansori (Epengesang) Koreas und Noh und Kabuki Japans.
Andere Kunstgattungen wie die traditionelle musikalische Theaterform Indiens Kutiyattam und Yakshagana und der religiöse Ritualtanz Tibets Cham werden ebenfalls vorgestellt um Ursprung der Formelemente, Themenbildung des Repertoires, religiöse kulturgeschichtliche Hintergründe und gegenseitige Beeinflussung der theatralischen Aufführungskünste unter den Ländern besser zu verstehen.

Die traditionellen theatralischen Musikaufführungen in Ostasien sind alle aus den Elementen Musik, Tanz und Theater zusammengesetzte Gesamtkunstwerke. Es gibt aber große Unterschiede zwischen chinesischen, koreanischen und japanischen theatralischen Musikaufführungen, insbesondere hinsichtlich Stimmgebung, Begleitinstrumenten, Bestimmung der Rollengestaltung, Bühnengestaltung, Kostüme und Maske. Um die Gründe dafür zu verstehen und einen besseren Einblick in ostasiatische Musiktheater zu gewinnen, werden nicht nur charakteristische Merkmale, sondern auch gesellschaftliche, geschichtliche und auch sprachliche Zusammenhänge näher betrachtet.

Peking Oper ist ein Gesamtkunstwerk aus Gesang, Mimik, Gestik, Akrobatik und Kampfkunst, wobei in Hinsicht Bühnengestaltung, Schminke, Aufführungspraxis und Themenbildung der Repertoires die mythische Erzählung und Aufführungspraxis religiöser Theaterformen Yakshanaga ähnelt. Kabuki ist mit Peking Oper vergleichbar, zeigt aber die Elemente des europäischen Musiktheaters. Noh bringt eingenartige gespannte Atmosphäre, nicht nur durch die charakteristische Stimmgebung, sondern auch durch die Maske und die Art der Bewegung der Hauptdarsteller hervor. P'ansori ist mit dem chinesischen narrativen Gesang Shuôchàng vergleichbar, das ganze Stück wird aber von einem Sänger mit nur einer Trommelbegleitung dargestellt. Ein P'ansori-Sänger singt allein alle Rollen des über mehrere Stunden dauernden Stückes. Aber von P'ansori im 20. Jh. herausgebildetes Ch'ang'gûk zeigt keinen eigenen Stil und ähnelt vielmehr der europäischen Oper hinsichtlich der Bühnengestaltung und der Rollenverteilung.

Behandelt werden:
- Ursprung der theatralischen Musikaufführungen
- Geschichtliche Entwicklung und sozio-kulturelle Kontexte.
- Beeinflussung zwischen den Kunstgattungen (China, Korea und Japan)
- Symbole und Bedeutung der verschiedenen gestalterischen Elemente
- Bühnengestaltungen und deren Wirkungen
- Funktion und Rolle der Musikinstrumente und der Instrumentenspieler
- Stimmgebung und Instrumentalspiel
- Ausbildung der Sänger und Vererbung der Rollengestalt an nächste Generationen
- Überlieferung der Tradition und Neuschaffung der Kunstgattungen

Unterrichtsziele:
Gewinnen eines besseren Einblicks in die Eigenart des traditionellen Musikheaters in Ostasien.
Gewinnen der Forschungsansätze im Teilgebiet der traditionellen Musik Ostasiens.

Unterrichtsmethode:
Vortrag mit Audio-, Video- und Bildmaterialien.

Assessment and permitted materials

Schriftliche Prüfung
1. Termin: 29.06.2016 09:00-10:30 HS. 1
Weitere Termine werden noch bekannt gegeben.

Minimum requirements and assessment criteria

Examination topics

Inhalt der Vorlesung

Reading list

Basisliteratur wird in der ersten Lehrveranstaltung bekannt gegeben.
Weitere Literatur wird während der Lehrveranstaltungen bekannt gegeben.

Association in the course directory

B04, B11, B16; M02, M03, M04, M05, M08, M13; EC MdW 2c

Last modified: Mo 07.09.2020 15:35