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160069 SE Ethnomusicological and historical approaches towards music as a healing medium (2019W)

Continuous assessment of course work

Registration/Deregistration

Details

max. 16 participants
Language: German

Lecturers

Classes (iCal) - next class is marked with N

Tuesday 15.10. 09:00 - 12:15 Seminarraum d. Inst. f. Musikwissenschaft UniCampus Hof 9 3A-O1-31
Tuesday 12.11. 09:00 - 12:15 Seminarraum d. Inst. f. Musikwissenschaft UniCampus Hof 9 3A-O1-31
Tuesday 26.11. 09:00 - 12:15 Seminarraum d. Inst. f. Musikwissenschaft UniCampus Hof 9 3A-O1-31
Tuesday 10.12. 09:00 - 12:15 Seminarraum d. Inst. f. Musikwissenschaft UniCampus Hof 9 3A-O1-31
Tuesday 07.01. 09:00 - 12:15 Seminarraum d. Inst. f. Musikwissenschaft UniCampus Hof 9 3A-O1-31
Tuesday 21.01. 09:00 - 12:15 Seminarraum d. Inst. f. Musikwissenschaft UniCampus Hof 9 3A-O1-31

Information

Aims, contents and method of the course

Im ethnologischen Teil des Seminars (Teil 1) lernen die Studierenden Ansätze rituellen Heilens in der musikethnologischen Forschung (medical ethnomusicology) kennen, wobei theoretische Grundlangen am Beispiel von ausgewählten Filmsequenzen von Heilritualen veranschaulicht und im Seminar diskutiert werden. Die Studierenden lernen zwischen magischen, symbolischen, ästhetischen und therapeutischen Ansätzen zu unterscheiden. Sie werden für kulturspezifische Ausdrucksformen von Musik und Heilung sensibilisiert und setzen sich mit dem jeweiligen kulturellen Verständnis von „Krankheit“, „Heilung“ und „Gesundheit“ kritisch auseinander.

Im historischen Teil des Seminars (Teil 2) stehen Deutungsmodelle im Bereich von Musik und Medizin im Mittelpunkt. Studierende lernen ethische, kathartische, sphärenharmonische, humoralmedizinische, diätetische, astrologisch-spekulative, affektuose, iatromedizinische, moralisch-pädagogische Ansätze in der Musik- und Medizingeschichte zu unterscheiden und zeitlich einzuordnen. In diesem Zusammenhang werden musikphilosophische und medizinhistorische Konzepte und deren Einfluss auf die Interpretation der Wirkung der Musik auf den Menschen diskutiert.

Abschließend (Teil 3) werden am Beispiel der Synchronisation Ansätze der gegenwärtigen Musiktherapie erörtert.

Lehr- und Lernmethoden:

- Einführung in die Themenbereiche durch die LV-Leiterin
- Bereitstellung ausgewählter Quellentexte, Literatur, Hör- und Filmsequenzen
- Diskussion und Reflexion

Assessment and permitted materials

- Impulsreferate von Studierenden (20 Minuten)
- Beteiligung an Diskussionen (prüfungsimmanent)
- Seminararbeit (Abgabe bis Semesterende)

Minimum requirements and assessment criteria

- Anwesenheit
- Diskussionsbeteiligung während des Seminars
- Qualität des Impulsreferats und dessen schriftliche Ausgestaltung zur Seminararbeit
- Themen und Kriterien für die Qualität des Impulsreferats und der Seminararbeit werden in der ersten Lehrveranstaltung
(15.10.2019) besprochen.
- Selbstgewählte Interessensgebiete sind dabei sehr willkommen!

Examination topics

Diese Lehrveranstaltung ist prüfungsimmanent.

Eine umfassende Themen- und Literaturliste wird in der ersten Lehrveranstaltung zur Verfügung gestellt und kann auch bei der Anmeldung zum Seminar vorab per email bei der LV-Leiterin angefragt werden.

Reading list

Literatur zu Teil 1 (Auswahl):

Roseman, Marina (2008): A fourfold framework for cross-cultural, integrative research on music and medicine. In: Koen, Benjamin et al. (2008): Medical Ethnomusicology. Oxford: Oxford University Press, S. 18-45

Gouk, Penelope (Hg.) (2000): Musical healing in cultural contexts. Brookfield: Ashgate

Koen, Benjamin et al. (2008): Medical Ethnomusicology. Oxford: Oxford University Press

Laderman, Carol; Roseman, Marina (Hg.) (1996): The Performance of Healing. New York und London: Routledge

Literatur zu Teil 2 (Auswahl):

Horden, Peregrine (Hg.) (2000): Music as Medicine. The History of Music Therapy since Antiquity. Aldershot u.a.: Ashgate

Mey, Dorothy; Schoen, Max (Hg.) (1948): Music and Medicine. New York: Henry Schuman, Inc.

Kümmel, Werner Friedrich (1969): Melancholie und die Macht der Musik. Die Krankheit König Sauls in der historischen Diskussion. In: Medizinhistorisches Journal 4, S. 189–209

Kümmel, Werner Friedrich (1977): Musik und Medizin. Ihre Wechselbeziehungen in Theorie und Praxis von 800 bis 1800. 1. Aufl., Freiburg im Breisgau und München: Karl Alber

Neubauer, Eckhard (1990): Arabische Anleitungen zur Musiktherapie. In: Zeitschrift für Geschichte der arabisch-islamischen Wissenschaften 6, S. 227–272

Kennaway, James (2012): Bad Vibrations. The History of the Idea of Music as a Cause of Disease. Brookfield: Ashgate

Schumacher, Rudolf (1982): Die Musik in der Psychiatrie des 19. Jahrhunderts. Frankfurt am Main und Bern: Peter Lang

Schneider, Peter Joseph (1835): System einer medizinischen Musik. Ein unentbehrliches Handbuch für Medizin=Beflissene, Vorsteher der Irren=Heilanstalten, praktische Aerzte und unmusikalische Lehrer verschiedener Disciplinen. Bonn: Carl Georgi

Lichtenthal, Peter (1807): Der musikalische Arzt, oder: Abhandlung von dem Einflusse der Musik auf den Körper, und von ihrer Anwendung in gewissen Krankheiten. Wien: Christian Friedrich Wappler und Beck

Literatur zu Teil 3 (Auswahl):

Schumacher, Karin; Calvet, Claudine (2007): Entwicklungspsychologisch orientierte Kindermusiktherapie – am Beispiel der „Synchronisation” als relevantes Moment. In: Stiff, Ursula; Tüpker, Rosemarie (Hg.): Kindermusiktherapie. Richtungen und Methoden. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, S. 27–61

Papoušek, Mechthild; Papoušek, Hanuš (1989): Forms and functions of vocal matching in interactions between mothers and their pre-canonical infants: In: First Language 9/6, 137–157

Decker-Voigt, Hans-Helmut; Weymann, Eckhard (Hg.) (2009): Lexikon Musiktherapie. 2. Aufl., Göttingen [u.a.]: Hogrefe

Association in the course directory

BA: BAC
MA: M01, M02, M03, M04, M05, M06, M07, M08, M09, M15, M16

BA: BAC

Last modified: We 04.09.2019 00:04