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170510 UE Art and Catastrophe (2019W)

The Anthropocene reflected in cinema, radio art & media art

Continuous assessment of course work

Anmeldung: Die selbstständige Anmeldung über u:space innerhalb der Anmeldephase zu Semesterbeginn ist für die Teilnahme an dieser Lehrveranstaltung verpflichtend. Eine nachträgliche Anmeldung ist nicht möglich. Die Anmeldezeiten entnehmen Sie bitte unserer Homepage unter https://spl-tfm.univie.ac.at/studium/

Anwesenheitspflicht in der ersten Einheit: Studierende, die der ersten Einheit unentschuldigt fern bleiben, verlieren ihren Platz in der Lehrveranstaltung. Studierende von der Warteliste können nachrücken.

Plagiate: Prüfungsleistungen und Prüfungszugänge, die durch das Verwenden unerlaubter Hilfsmittel oder durch absichtsvolles Plagiieren erlangt werden, werden laut Satzung der Universität Wien (§13, §74) nicht beurteilt, sondern im Sammelzeugnis untilgbar mit (X) bewertet. Dies ist auch nach bereits erfolgter Benotung rückwirkend möglich, wenn sich der Tatbestand des Plagiats erst im Nachhinein erweisen sollte. Als Plagiat gilt die absichtsvolle und undeklarierte Übernahme von fremdem geistigen Eigentum ohne Angabe der Quelle; der Begriff des Plagiats umfasst dabei wörtliche Zitate ebenso wie übersetzte Übernahmen und Paraphrasen.

Weitere Infos zum Studium finden Sie unter https://spl-tfm.univie.ac.at/

Registration/Deregistration

Details

max. 30 participants
Language: German

Lecturers

Classes (iCal) - next class is marked with N

Integraler Bestandteil ist eine Exkursion zur Tagung "Resource Imaginary", die am 28./29.11. vom Vienna Anthropocene Network veranstaltet wird. Die Nicht-Teilnahme an der Exkursion entspricht einer Fehlzeit. Der genaue Termin (Datum, Zeitpunkt und Ort) der Exkursion wird sobald wie möglich bekannt gegeben.

Sunday 13.10. 15:00 - 18:15 Seminarraum 2 2H415 UZA II Rotunde
Saturday 30.11. 13:00 - 18:30 Seminarraum 2 2H415 UZA II Rotunde
Sunday 01.12. 13:00 - 18:30 Seminarraum 2 2H415 UZA II Rotunde
Friday 13.12. 15:00 - 20:00 Seminarraum 2 2H415 UZA II Rotunde
Saturday 14.12. 14:15 - 19:45 Seminarraum 3 2H467 UZA II Rotunde

Information

Aims, contents and method of the course

Ziele
Ziel des Seminars ist es, dass die Studierenden einerseits die aktuelle theoretische Debatte um das Anthropozän und die Rolle der Geisteswissenschaften sowie die der Künste darin kennen und verstehen lernen. Zugleich sollen sie lernen Film- und Medienformen in einem globalen Zusammenhang zu reflektieren und ihren eigenen soziokulturellen Standpunkt sowie Machtstrukturen zu hinterfragen.

Inhalte
Katastrophen in der Kunst haben eine lange Geschichte: Von Heinrich von Kleists Novelle Das Erdbeben in Chili (1806) über Stanley Kubricks Satire Dr. Strangelove or: How I Learned to Stop Worrying and Love the Bomb (1964) bis zu Hörspielen wie Andreas Ammers und FM Einheits Apocalypse Live (1994), Hollywood-Blockbustern wie Roland Emerichs The Day after Tomorrow (2004) oder Julius von Bismarcks Video-Installation Irma to come in Earnest (2017). Bis in die Antike zu Pseudo-Longinos reicht die ästhetische Kategorie des „Erhabenen“ zurück, die als Komplementärbegriff zum „Schönen“ ursprünglich z.B. überwältigende Naturerlebnisse charakterisierte, die bei den Betrachter*inne*n Ehrfurcht und Schrecken auslösten. Doch auch im Zusammenhang mit Fotografien von US-amerikanischen Atomwaffentests wie denen von Castle Bravo 1954 auf dem pazifischen Bikini-Atoll war noch die Rede vom „atomic sublime“, vom „atomaren Erhabenen“. Seit Pseudo-Longinos haben sich der Begriff des Erhabenen ebenso wie das Konzept der Katastrophe über die Jahrhunderte kontinuierlich gewandelt. Insbesondere seit Anfang der 2000er Jahre, parallel zum Aufkommen des Konzepts des„Anthropozäns“ zur Beschreibung unserer aktuellen geochronologischen Epoche, die sich durch irreversible Auswirkungen des menschlichen Eingreifens in die Erdatmosphäre kennzeichnet, scheint das Katastrophensujet jedoch eine besondere Konjunktur auch in den Künsten zu erleben und zentrale Herausforderungen des Anthropozäns wie z.B. die Klimakatastrophe zu adressieren. Wie genau sich das Anthropozän in künstlerischen Arbeiten zu Katastrophensujets wiederspiegelt und welche Auswirkungen dies z.B. hinsichtlich eines Bedeutungswandels der ästhetischen Kategorie des „Erhabenen“ hat, ist Gegenstand dieser Übung.

Methode
Aufbauend auf einer Einführung zur Geschichte der ästhetischen Kategorie des Erhabenen und einer Analyse und Diskussion theoretischer Plenumstexte zur Debatte um den Begriff „Anthropozän“ und seine Bedeutung für die Geisteswissenschaften werden ausgewählte Kunstwerke hinsichtlich ihrer Verhandlung des Katastrophensujets untersucht.

Assessment and permitted materials

(Gruppen-)Referat, schriftliche Leistungskontrolle (Protokoll oder Bericht)

Minimum requirements and assessment criteria

Interesse am Thema – Forscher*innen*geist - aktive Beteiligung am Unterricht

Beurteilt wird nach einem Punktesystem. Insgesamt können 120 Punkte erreicht werden.
Das Gruppenreferat zählt mit 60 Punkten, die Mitarbeit und das Protokoll werden mit je max. 30 Punkten bewertet. Limit für die positive Absolvierung der Lehrveranstaltung: 61 Punkte. Die für diese Punkte zu erbringenden Leistungen bzw. Beurteilungskriterien werden in der ersten Sitzung genauer erläutert.

Es besteht Anwesenheitspflicht. Max. zwei Fehlzeiten sind erlaubt. Bei mehr als zwei Fehlzeiten können nach Absprache mit der Dozentin u.U. Kompensationsleistungen erbracht werden.

Examination topics

Reading list

Eva Horn: Zukunft als Katastrophe. Frankfurt am Main, S. Fischer Verlag 2014.

Association in the course directory

Last modified: Mo 07.09.2020 15:20