Universität Wien FIND

170613 SE MA 1.2. "Processes of Theatricality and Mediality" (2018S)

Territories of Difference - Postcolonialism, Subalternity, Decolonisation

Continuous assessment of course work

Anmeldung: Die selbstständige Anmeldung über u:space innerhalb der Anmeldephase zu Semesterbeginn ist für die Teilnahme an dieser Lehrveranstaltung verpflichtend. Eine nachträgliche Anmeldung ist nicht möglich. Die Anmeldezeiten entnehmen Sie bitte unserer Homepage unter https://spl-tfm.univie.ac.at/studium/

Anwesenheitspflicht in der ersten Einheit: Studierende, die der ersten Einheit unentschuldigt fern bleiben, verlieren ihren Platz in der Lehrveranstaltung. Studierende von der Warteliste können nachrücken.

Plagiate: Prüfungsleistungen und Prüfungszugänge, die durch das Verwenden unerlaubter Hilfsmittel oder durch absichtsvolles Plagiieren erlangt werden, werden laut Satzung der Universität Wien (§13, §74) nicht beurteilt, sondern im Sammelzeugnis untilgbar mit (X) bewertet. Dies ist auch nach bereits erfolgter Benotung rückwirkend möglich, wenn sich der Tatbestand des Plagiats erst im Nachhinein erweisen sollte. Als Plagiat gilt die absichtsvolle und undeklarierte Übernahme von fremdem geistigen Eigentum ohne Angabe der Quelle; der Begriff des Plagiats umfasst dabei wörtliche Zitate ebenso wie übersetzte Übernahmen und Paraphrasen.

Weitere Infos zum Studium finden Sie unter https://spl-tfm.univie.ac.at/

Details

max. 30 participants
Language: German

Lecturers

Classes (iCal) - next class is marked with N

Sunday 11.03. 09:00 - 14:00 Seminarraum 2 2H415 UZA II Rotunde
Saturday 26.05. 14:45 - 20:00 Seminarraum 2 2H415 UZA II Rotunde
Sunday 27.05. 14:45 - 18:15 Seminarraum 2 2H415 UZA II Rotunde
Saturday 09.06. 14:15 - 20:00 Seminarraum 2 2H415 UZA II Rotunde
Sunday 10.06. 14:15 - 18:15 Seminarraum 3 2H467 UZA II Rotunde

Information

Aims, contents and method of the course

„Die schiefe Rhetorik der Naturalisierung der Moderne zu einem universalen, globalen und zielgerichteten Prozess verbirgt ihre Schattenseite; die konstante Reproduktion der Kolonialität. Um die perverse Logik des philosophischen Dilemmas von Moderne/Kolonialität und der politisch-ökonomischen Struktur von Imperialismus/Kapitalismus aufdecken zu können, auf die Fanon hingewiesen hat, müssen wir eine Art Dekolonisierung des Geistes (Thiong’o) und der ‚Imaginaries‘ (Gruzinski) in Betracht ziehen, das heißt eine Dekolonisierung von Sein und Erkenntnis.“ (Walter Mignolo) Diese provokative Schlussfolgerung Mignolos und das damit verbundene Projekt einer dekolonialen ‚Entkopplung‘ von der Moderne will das Seminar ernst nehmen, indem es die nicht nur lateinamerikanische Diskussion, aus der sie stammt, aufgreift und in den Kontext anderer Modelle einer kritischen Auseinandersetzung mit Kolonialität wie der postkolonialen Theorie oder den Subaltern Studies setzt. All diese Konzeptionalisierungen - so die These des Seminars - handeln von der Möglichkeit anderer, differenter Welten als Momente der einen Welt, deren Teil wir sind, wie es ähnlich der Anthropologe Arturo Escobar formuliert hat. Spätestens von hier aus werden die weitreichenden medienwissenschaftlichen Implikationen dieser Debatte deutlich: Wie, so ließe sich bspw. fragen, wäre Medialität als "epistemischer Ungehorsam" (Mignolo), als "Denken-Fühlen mit der Welt" (Escobar) zu fassen?

Assessment and permitted materials

Präsentation im Seminar, Mitarbeit, Hausarbeit

Minimum requirements and assessment criteria

Präsentation im Seminar, Mitarbeit, Hausarbeit

Examination topics

Diskussionen, Themen und Zugänge des Seminars sollen bezogen werden auf entsprechende Artefakte, Prozesse, Erfahrungen

Reading list

Walter Mignolo: Epistemischer Ungehorsam
Dipesh Chakrabarty: Europa provinzialisieren
Arturo Escobar: Thinking-Feeling with the Earth
Karen Barad: Diffracting Diffraction

Association in the course directory

092: § 5(1)

Last modified: Fr 31.08.2018 08:42