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180028 PS Ethics of Vulnerability (2021S)

4.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 18 - Philosophie
Continuous assessment of course work
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Registration/Deregistration

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Details

max. 45 participants
Language: German

Lecturers

Classes (iCal) - next class is marked with N

Wednesday 10.03. 10:00 - 11:30 Digital
Wednesday 17.03. 10:00 - 11:30 Digital
Wednesday 24.03. 10:00 - 11:30 Digital
Wednesday 14.04. 10:00 - 11:30 Digital
Wednesday 21.04. 10:00 - 11:30 Digital
Wednesday 28.04. 10:00 - 11:30 Digital
Wednesday 05.05. 10:00 - 11:30 Digital
Wednesday 12.05. 10:00 - 11:30 Digital
Wednesday 19.05. 10:00 - 11:30 Digital
Wednesday 26.05. 10:00 - 11:30 Digital
Wednesday 02.06. 10:00 - 11:30 Digital
Wednesday 09.06. 10:00 - 11:30 Digital
Wednesday 16.06. 10:00 - 11:30 Digital
Wednesday 23.06. 10:00 - 11:30 Digital
Wednesday 30.06. 10:00 - 11:30 Digital

Information

Aims, contents and method of the course

Ziele: Das Konzept der Vulnerabilität erlebt in aktuellen Debatten zu Moral und Ethik (auch der Bereichsethiken wie der Medizinethik, der Ethik der Mensch-Tier-Beziehung etc.), der Politik sowie der Menschenrechte eine richtiggehende Hochkonjunktur. Überall - nochmals verstärkt durch die gegenwärtige Pandemie - scheint von vulnerablen Gruppen und Individuen die Rede zu sein.
Aber was genau ist unter Vulnerabilität zu verstehen, wenn sie doch wohl nicht so offensichtlich wie eine Wunde oder die Symptome einer Krankheit ist? Welche Art der Verantwortung verbindet sich damit? Und in welchem Verhältnis steht Vulnerabilität zu Werten wie Autonomie, Selbstbestimmtheit und Emanzipation, die in der Tradition der Westlichen Philosophie von zentraler Bedeutung sind?
In dieser Lehrveranstaltung sollen daher Ansätze der Moralphilosophie sowie der Politischen Philosophie behandelt und diskutiert werden, für die der Begriff der Vulnerabilität zentral ist (etwa jene von Judith Butler, Erinn Gilson, Martha Fineman, Bryan Turner sowie auch Emmanuel Levinas). Die Studierenden sollen lernen, wie dieses Konzept im zeitgenössischen Diskurs verhandelt wird, diese Ansätze kritisch reflektieren, und verstehen, welche Methoden sich damit verbinden.
Inhalte: Grundsätzlich sollen ethische Ansätze vorgestellt und diskutiert werden, die Vulnerabilität und Angewiesenheit als zentrale ethische Kategorien in den Vordergrund rücken. Als Kontrastfolie dienen klassische Theorien, die moralische Verpflichtung oftmals auf rationale Fähigkeiten wie Autonomie (Kant), Selbstbewusstsein (Singer), Zustimmungsfähigkeit (Carruthers, Scanlon) oder gesellschaftliche Teilhabe (Rawls) fußen lassen - und damit marginal cases, d.h. Grenzfälle der moralischen Berücksichtigung produzieren - also jene Individuen, die diesen Kriteriologien nicht entsprechen, von Embryonen, hochaltrigen Personen und Menschen mit Behinderung bis hin zu nichtmenschlichen Individuen. Damit soll aber nicht einer unzweideutigen Opposition zwischen Theorien zur Vulnerabilität und vermeintlich vulnerabilitätsvergessenen Theorien das Wort geredet werden.
Methode: Vortrag durch den Lehrveranstaltungsleiter, Impulsreferate, Close Reading, den Schwierigkeiten der online-Lehre zum Trotz: vor allen Dingen Diskussion

Assessment and permitted materials

Regelmäßige aktive Teilnahme (15%)
Sieben Lektürereflexionen ODER ein Impulsreferat und vier Lektürereflexionen (35%)
Verfassen einer Proseminararbeit im Umfang von etwa 10 Seiten (50%)

Minimum requirements and assessment criteria

Eine positive Note ist erreicht, wenn 60% der vorgesehenen Leistungen erbracht worden sind.

Examination topics

Reading list

Eine ausführliche Literaturliste sowie ein Semesterplan werden in der ersten Einheit ausgehändigt. Die im Seminar diskutierte Literatur wird auf Moodle verfügbar sein.

Association in the course directory

Last modified: We 21.04.2021 11:26