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180092 SE Eros: between Desire and Self-Discovery (2016S)

A Philosphical Discussion

5.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 18 - Philosophie
Continuous assessment of course work

Liebe ist ein vielschichtiges Phänomen. Sie nur als ein Gefühl zu bezeichnen, täte ihr Unrecht. Ohne die Leidenschaft der Liebe, heißt es, sei nichts Großes entstanden. Doch was ist Liebe? Lässt sie sich definieren? Sie als einen Akt der Vernunft und als deren Produkt zu sehen, wäre ebenso falsch, wie in ihr nur ein Gefühl zu vermuten. Sie ist weder gefühllos, noch ist sie deshalb notwendig vernunftlos. Mit den unterschiedlichsten Ausdrucksmöglichkeiten von philosophischer Überlegung und poetischem Wort, Kunst und Musik und manchem wissenschaftlichen Hinweis suchen wir uns dem Phänomen Liebe in seiner Vielgestaltigkeit und den damit verbundenen allumfassenden Gefühlen aber gleichzeitig dem individuellen Erleben zu nähern.
Die zu diesem Seminar angemeldeten Studierenden werden mittels ihrer universitären e-mail Adresse, so nicht ausdrücklich eine andere gewünscht, über Details dieser Lehrveranstaltung, ihre Gestaltung und Durchführung informiert. Sie werden vorweg maximal eingebunden. Textschwerpunkte werde ich Ihnen nennen und auf Literatur verweisen, die alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer ausreichend auf die Erarbeitung des nötigen Wissens vorbereiten. Eventuell werde ich vorweg einige Studierende um kurze Impulsreferate bitten. Gespräch und Diskussionen zum Thema sind zu führen.

Registration/Deregistration

Note: The time of your registration within the registration period has no effect on the allocation of places (no first come, first served).

Details

max. 35 participants
Language: German

Lecturers

Classes

Ort. Bildungshaus des Stiftes Zwettl
26.05-29-05-2016 Blockveranstaltung


Information

Aims, contents and method of the course

Ausgang unserer Überlegungen werden wir bei der - philosophisch gesehen - ersten und noch immer sehr bedeutsamen Schrift von Platon: Das Gastmahl nehmen. Der Grund hierfür ist, dass wie in ihr Perspektiven des Phänomens Eros finden, die in unserer Erfahrung von Liebe heute so aktuell sind, wie sie es zu Platons waren. Wir werden eine Reihe weiterer philosophischer Schriften, beispielsweise Kant, Kierkegaard aber auch Hegel zur Sprache bringen, Schriften poetischen Charakters, wissenschaftliche Erfahrungen benennen und auch zeitgenössische Sekundärliteratur zu dieser Thematik bekannt machen
Die Bedeutung der Liebe als Gestaltungskraft unseres Daseins steht außer Frage, ist doch die Liebe ein ur-menschliches Phänomen, in dem sich der Mensch ebenso wie in der Arbeit und seinen Todesreflexionen vom Tier unterscheidet. Zur Besonderheit der Liebe gehört es, dass sie, wo sie nur geschlechtlich, als naturhaftes Geschehen gesehen wird, von der tierischen Fortpflanzung nicht unterschieden ist, aber als menschliches Vermögen ein sinnhaft-verstehendes Verhältnis zu ihrem Vollzug hat. Wo der Sinn des Lebens zur Sprache kommt, muss über Liebe nachgedacht werden, und es werden Bilder von ihr entworfen. In der Sinnsuche, die unsere Existenz durchdringt, erweist Liebe sich als Macht des Lebens, die den Menschen und seine Handlungen prägt und ihn in seinen Hoffnungen bestimmt. Schon deswegen lohnt es sich, über sie nachzudenken und sie - nicht dass wir sie wissenschaftlich definieren können - uns in ihrer Macht und Stärke als geistige Kraft, aber auch als triebhaften Drang uns in ihrer Wirklichkeit transparent zu machen.
Die zu diesem Seminar angemeldeten Studierenden werden mittels ihrer universitären e-mail Adresse, so nicht ausdrücklich eine andere gewünscht, über Details dieser Lehrveranstaltung, ihre Gestaltung und Durchführung informiert. Sie werden vorweg maximal eingebunden. Textschwerpunkte werde ich Ihnen nennen und auf Literatur verweisen, die alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer ausreichend auf die Erarbeitung des nötigen Wissens vorbereiten. Eventuell werde ich vorweg einige Studierende um kurze Impulsreferate bitten. Gespräch und Diskussionen zum Thema sind zu führen.

Assessment and permitted materials

Schriftliche Seminararbeit. Die Themen dazu ergeben sich aus der gemeinsamen Arbeit.

Minimum requirements and assessment criteria

Kenntnis der in der Seminararbeit verwendeten Texte und deren Verständnis.

Examination topics

Reading list


Association in the course directory

HPS M1.1, M1.3, BA M14, BA M10

Last modified: Mo 07.09.2020 15:36