Universität Wien FIND

180121 SE Productive differences (2018W)

Positionen feministischer Differenzenphilosophie

5.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 18 - Philosophie
Continuous assessment of course work

Reading classical texts of feminist philosophy of difference the course will highlight the basic concept of difference within Women's and Gender Studies and introduce into the relevant positions. In a close-reading essays from the Italian Women Philosophers Group Diotima, from Luisa Muraro, Adriana Cavarero, Luce Irigaray, Geneviève Fraisse, Hélène Cixous, Gayatri Spivak, Trinh T. Minh-ha, Audre Lorde, Rosi Braidotti and Sara Ahmed are discussed. The course will focus on the complexity and diversity of feminist philosophy of difference and contribute to a deeper understanding of difference in the particular philosophical and political contexts.

Details

max. 30 participants
Language: German

Lecturers

Classes (iCal) - next class is marked with N

Friday 12.10. 13:15 - 14:45 Hörsaal 3B NIG 3.Stock
Friday 19.10. 13:15 - 14:45 Hörsaal 3B NIG 3.Stock
Friday 09.11. 13:15 - 14:45 Hörsaal 3B NIG 3.Stock
Friday 16.11. 13:15 - 14:45 Hörsaal 3B NIG 3.Stock
Friday 23.11. 13:15 - 14:45 Hörsaal 3B NIG 3.Stock
Friday 30.11. 13:15 - 14:45 Hörsaal 3B NIG 3.Stock
Friday 07.12. 11:30 - 13:00 Hörsaal 3B NIG 3.Stock
Friday 07.12. 13:15 - 14:45 Hörsaal 3B NIG 3.Stock
Friday 14.12. 13:15 - 14:45 Hörsaal 3B NIG 3.Stock
Friday 11.01. 13:15 - 14:45 Hörsaal 3B NIG 3.Stock
Friday 18.01. 13:15 - 14:45 Hörsaal 3B NIG 3.Stock
Friday 25.01. 13:15 - 14:45 Hörsaal 3B NIG 3.Stock

Information

Aims, contents and method of the course

Diese Lehrveranstaltung soll anhand mittlerweile „klassischer“ Texte feministischer Differenzphilosophie den zentralen Grundbegriff der Differenz für die Frauen- und Geschlechterforschung beleuchten sowie in eine Auswahl relevanter Positionen einführen. Einschlägige Texte der Philosophinnengruppe Diotima, von Luisa Muraro, Adriana Cavarero, Luce Irigaray, Hélène Cixous, Gayatri Spivak, Trinh T. Minh-ha, Audre Lorde, Rosi Braidotti und Sara Ahmed werden in einem Close Reading diskutiert. Dabei geht es einerseits darum, die Vielschichtigkeit und Diversität der feministischen Differenzdiskurse präsent zu machen und Differenz im je-weiligen philosophischen und politischen Kontext besser zu verstehen. Zudem möchte das Seminar einen Ausblick darauf geben, in welcher Weise Grundkonzepte der (sexuellen) Differenz gegenwärtige Debatten eines postkolialen und queeren Feminismus bestimmen.

Die Lehrveranstaltung bietet eine fundierte Auseinandersetzung mit den vielfältigen Ansätzen des Differenzdenkens innerhalb der philosophischen Frauen- und Geschlechterforschung. Die Studierenden werden zur kritischen Auseinandersetzung ermutigt und lernen eigene Positionen zu entwickeln und zu formulieren und diese mit Ansätzen aus der politischen Philosophie und der Sozialphilosophie in Verbindung zu setzen. Mit dem Aufgreifen des Differenzgedankens widmet sich die LV einem zentralen Thema in der Philosophie des 20. und 21. Jahrhunderts.

Methoden und Didaktik:
- thematische Inputs der Lehrveranstaltungsleiterinnen
- Referate der Teilnehmer_innen
- von den Lehrveranstaltungsleiterinnen moderierte Diskussionen zur Seminarlektüre und den Referaten
- Gruppendiskussionen
- Unterstützung, Begleitung und Beratung beim Verfassen der schriftlichen Seminararbeiten, inklusive Diskussion von Problemen bei Themenfindung und Aufbau und Strukturierung einer wissenschaftlichen Arbeit sowie Literaturrecherche etc.

Assessment and permitted materials

Mündliche Präsentation eines Referats sowie dessen Ausarbeitung in Form einer Seminararbeit zu einem in der Lehrveranstaltung diskutierten Text und/oder Themenfeld mit ausführlicher Erarbeitung eines eigenständigen Zugangs zu dem jeweiligen Themenfeld.
In die Beurteilung wird außerdem die Anwesenheit, die aktive Mitarbeit und Vorbereitung der Literatur miteinbezogen.

Minimum requirements and assessment criteria

Das erworbene Vermögen eigenständige wissenschaftliche Seminararbeiten zu verfassen und eigene Fragen in der Auseinandersetzung mit philosophischen Texten entwickeln zu können, ist Mindestanforderung für die Teilnahme an der Lehrveranstaltung.

Examination topics

Reading list

Eine Umfassende und finale Literaturliste wird in der LV zur Verfügung gestellt!

Literatur – primär
Ahmed, Sara: Home and away. Narratives of migration and estrangement, in: International Journal of Cultural Studies 1999, 2, S. 329-347.
Braidotti, Rosi: Sexual Difference as a Nomadic Political Project, in: dies.: Nomadic Subjects. Embodiment and Se-xual Difference in Contemporary Feminist Theory, New York: Columbia University Press, S. 146-173.
Cavarero, Adriana: Schauplätze der Einzigartigkeit, in: Silvia Stoller; Helmuth Vetter (Hg.): Phänomenologie und Geschlechterdifferenz, Wien: WUV 1997, S. 207-227.
Cixous, Hélène: Das Lachen der Medusa. In: Esther Hutfless, Gertrude Postl, Elisabeth Schäfer: Hélène Cixous. Das Lachen der Medusa zusammen mit aktuellen Beiträgen, Wien: Passagen Verlag 2013, S. 39-61.
Diotima: Die Welt zur Welt bringen. Politik, Geschlechterdifferenz und die Arbeit am Symbolischen, Königstein im Taunus: Ulrike-Helmer-Verlag 1999.
Diotima: Der Mensch ist zwei. Das Denken der Geschlechterdifferenz, Wien: Wiener Frauenverlag 1989.
Diotima: Jenseits der Gleichheit. Über Macht und die weiblichen Wurzeln der Autorität, Königstein im Taunus: Ulrike-Helmer-Verlag 1999.
Fraisse, Geneviève: Geschlechterdifferenz, Tübingen: Edition Diskord 1996.
Irigaray, Luce: Die Ethik der sexuellen Differenz, Frankfurt am Main: Suhrkamp 1991.
Irigaray, Luce: Das Geschlecht das nicht eins ist, Berlin: Merve Verlag 1979.
Lorde, Audre: Age, Race, Class and Sex: Women Redefining Difference. In: Sister Outsider. Essays and Speeches, New York: Crossing Press 1984, S. 114-123.
Minh-ha, Trinh T.: Difference: „A Special Third World Women Issue“, in: Feminist Review, No. 25. (Spring, 1987), S. 5-22.
Muraro, Luisa: Die denkende Differenz der Geschlechter. Eine italienische Einführung, in: Feministische Studien 12 (1994).
Spivak, Gayatri Chakravorty: Imperialism and Sexual Difference, Oxford Literary Review, Vol. 8, No.1 (1986), S. 225-244.

Literatur – sekundär und weiterführend
Drygala, Anke; Günter, Andrea (Hg.): Paradigma Geschlechterdifferenz. Ein philosophisches Lesebuch, Königstein im Taunus: Ulrike Helmer Verlag 2010.
Günter, Andrea: Die weibliche Seite der Politik, Königstein im Taunus: Ulrike Helmer Verlag 2001.
Günter, Andrea: Politische Theorie und sexuelle Differenz. Feministische Praxis und die symbolische Ordnung der Mutter, Königstein im Taunus: Ulrike Helmer Verlag 1998.
Günter, Andrea: Weibliche Autorität, Freiheit und Geschlechterdifferenz: Bausteine einer feministischen politi-schen Theorie, Königstein im Taunus: Ulrike Helmer Verlag 1996.
Kroker, Britta: Sexuelle Differenz, Einführung in ein feministisches Theorem, Freiburg im Breisgau: Centaurus-Verl.-Ges., 1994.
Laquièze-Waniek, Eva: „Von weißer Tinte zu Medusas Schlangen – Der Frauen- und Subjektbegriff in Hélène Cixous‘ Écriture Féminine“, in: Esther Hutfless, Gertrude Postl, Elisabeth Schäfer, (Hg.): Hélène Cixous. Das Lachen der Medusa – zusammen mit aktuellen Beiträgen, Wien: Passagen Verlag, S. 97-112.
Muraro, Luisa: Die symbolische Ordnung der Mutter, Frankfurt am Main: Campus Verlag 1996.
Postl, Gertrude: Demokratie als Performativität. Zu Irigarays Politik einer sexuellen Differenz, in: texte Heft 4/2012, 32. Jahrgang, S. 65-84.
Soiland, Tove: Luce Irigarays Denken der sexuellen Differenz. Eine dritte Position im Streit zwischen Lacan und den Historisten, Wien: Turia + Kant 2010.

Association in the course directory

Last modified: Tu 19.02.2019 13:08