Universität Wien

180216 PS Ethics (2007W)

J.G. Fichte: Sittenlehre 1798

4.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 18 - Philosophie
Continuous assessment of course work

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Details

max. 45 participants
Language: German

Lecturers

Classes (iCal) - next class is marked with N

  • Thursday 11.10. 15:00 - 17:00 Hörsaal 3F NIG 3.Stock
  • Thursday 18.10. 15:00 - 17:00 Hörsaal 3F NIG 3.Stock
  • Thursday 25.10. 15:00 - 17:00 Hörsaal 3F NIG 3.Stock
  • Thursday 08.11. 15:00 - 17:00 Hörsaal 3F NIG 3.Stock
  • Thursday 15.11. 15:00 - 17:00 Hörsaal 3F NIG 3.Stock
  • Thursday 22.11. 15:00 - 17:00 Hörsaal 3F NIG 3.Stock
  • Thursday 29.11. 15:00 - 17:00 Hörsaal 3F NIG 3.Stock
  • Thursday 06.12. 15:00 - 17:00 Hörsaal 3F NIG 3.Stock
  • Thursday 13.12. 15:00 - 17:00 Hörsaal 3F NIG 3.Stock
  • Thursday 10.01. 15:00 - 17:00 Hörsaal 3F NIG 3.Stock
  • Thursday 17.01. 15:00 - 17:00 Hörsaal 3F NIG 3.Stock
  • Thursday 24.01. 15:00 - 17:00 Hörsaal 3F NIG 3.Stock
  • Thursday 31.01. 15:00 - 17:00 Hörsaal 3F NIG 3.Stock

Information

Aims, contents and method of the course

Kommentar:
Fichtes System der Sittenlehre ist die zweite Schrift seines Systems der Wissenschaftslehre, in der eine angewandte Disziplin der Philosophie ausgearbeitet vorliegt. Zuvor hatte er das Naturrecht nach Prinzipien der Wissenschaftslehre verfaßt. Ein Grundgedanke Fichtes ist die Forderung nach der Identität des freien, reinen Ichs mit sich. In der Sittenlehre führt dies zu einer Ethik, die dem Kantischen Imperativ des Gesetzes der Freiheit verpflichtet ist und dies, in Abgrenzung zu Kant, durch eine Theorie des reinen Gewissens realisiert. Aus heutiger Sicht ist die Fundierung der Sittlichkeit auf das Gewissen wenigstens zu hinterfragen, wenn nicht problematisch. Denn im Gewissen spricht sich nicht bloß, wie Fichte annahm, die reine Natur des wollenden Ich aus, sondern ebenso sehr auch die Konditionierung durch Erziehung und Gesellschaft. Eine Erziehung zur Freiheit begriff Fichte freilich spätestens seit den Anfängen seiner wichtigen und zurecht viel rezipierten Intersubjektivtätstheorie als zentralen Markstein jeder selbstbestimmten Gesellschaft. Bedenkt man in kritischer Perspektive mit, daß Fichtes ethisches Freiheitspathos und sein Enthusiasmus für selbstbestimmte Subjektivität den Geist seiner Zeit widerspiegelt, der heute nur mehr mit Einschränkungen Geltung findet, so bietet die eingehende Beschäftigung mit Fichtes Theorie der Selbstfindung als wollender Selbstbestimmung ein höchst anregendes Studium.

Didaktik:
Es handelt sich um eine prüfungsimmanente Lehrveranstaltung mit Anwesenheitspflicht. Geplant ist ein lektüreintensiver und systematisch kritischer Durchgang durch das gesamte System der Sittenlehre von 1798. Es ist von Vorteil aber nicht Voraussetzung, mein PS zu Fichtes früher Wissenschaftslehre im SS 2007 besucht zu haben, oder anderweitig damit bekannt geworden zu sein.
Anläßlich des Proseminars wird begleitend ein Tutorium angeboten. Ort und Zeit werden noch bekannt gegeben. Der Besuch des Tutoriums ist freiwillig, wird jedoch sehr zur Vertiefung der PS-Stoffs und zur Vorbereitung der Referate sehr empfohlen.

Assessment and permitted materials

Minimum requirements and assessment criteria

Examination topics

Reading list

Literatur:
Fichte, Johann Gottlieb: System der Sittenlehre, 1798, herausgegeben von Jürgen Verweyen (mit Einleitung und einer Bibliographie der Forschungsliteratur), Hamburg (Meiner) 1998 oder jede andere beliebige Ausgabe.

Zeugniserwerb, Prüfungsmodalitäten:
Regelmäßige aktive Teilnahme am Unterrichtsgespräch, Kurzreferate von Quellentexten und Forschungskommentaren, schriftliche Hausarbeit von ca. 10 Seiten.


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§ 3/2/3, BA: M 6.1, PP § 57.2.6

Last modified: Mo 07.09.2020 15:36