Universität Wien

180232 PS Hermeneutics/Social Praxeology of Cultur (2008W)

Castoriadis and Bourdieu

4.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 18 - Philosophie
Continuous assessment of course work

Registration/Deregistration

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Details

max. 45 participants
Language: German

Lecturers

Classes (iCal) - next class is marked with N

  • Tuesday 07.10. 18:00 - 20:00 Hörsaal 3B NIG 3.Stock
  • Tuesday 14.10. 18:00 - 20:00 Hörsaal 3B NIG 3.Stock
  • Tuesday 21.10. 18:00 - 20:00 Hörsaal 3B NIG 3.Stock
  • Tuesday 28.10. 18:00 - 20:00 Hörsaal 3B NIG 3.Stock
  • Tuesday 04.11. 18:00 - 20:00 Hörsaal 3B NIG 3.Stock
  • Tuesday 11.11. 18:00 - 20:00 Hörsaal 3B NIG 3.Stock
  • Tuesday 18.11. 18:00 - 20:00 Hörsaal 3B NIG 3.Stock
  • Tuesday 25.11. 18:00 - 20:00 Hörsaal 3B NIG 3.Stock
  • Tuesday 02.12. 18:00 - 20:00 Hörsaal 3B NIG 3.Stock
  • Tuesday 09.12. 18:00 - 20:00 Hörsaal 3B NIG 3.Stock
  • Tuesday 16.12. 18:00 - 20:00 Hörsaal 3B NIG 3.Stock
  • Tuesday 13.01. 18:00 - 20:00 Hörsaal 3B NIG 3.Stock
  • Tuesday 20.01. 18:00 - 20:00 Hörsaal 3B NIG 3.Stock
  • Tuesday 27.01. 18:00 - 20:00 Hörsaal 3B NIG 3.Stock

Information

Aims, contents and method of the course

Die Lehrveranstaltung möchte zwei Theoriestränge in Bezug auf die Analyse und Kritik von Kultur aufeinander beziehen, die sich wechselseitig ergänzen, aber auch teilweise infrage stellen. Exemplarisch soll dabei der hermeneutisch-phänomenologische Entwurf von Cornelius Castoriadis, der in der Nachfolge von Maurice Merleau Ponty neben Paul Ricoeur für eine dezidiert kulturphilosophische Wende der Hermeneutik und Phänomenologie steht und Kultur als ein Gewebe/Textur von imaginären Bedeutungen deutet, auf die stärker objektivierenden Verfahren der Sozialpraxeologie Pierre Bourdieus bezogen werden. Für Castoriadis verdankt sich dabei Kultur als Gewebe/Textur von Bedeutungen einer kreativen Praxis (der Einbildungskraft), einem instituierendem Imaginären, das nie restlos eingeholt werden kann. Bourdieu richtet sein Augenmerk zwar auch auf die Praxis der Instituierung von Gesellschaft/Kultur, dabei vor allem auch auf die Einverleibung von Ordnungen (Habitus), ist aber mehr als Phänomenologie und Hermeneutik, die vorwiegend an Sinnverhältnissen orientiert sind, an der Regelhaftigkeit der kulturellen Ordnung und der Verbindung mit Machtverhältnissen interessiert, die sich nicht in Sinnverhältnisse aufheben lassen. Dabei betont er auch stärker die determinierenden Strukturen und weniger die Möglichkeit der individuellen und kollektiven Veränderung.
Dass es für eine Analyse der Kultur sowohl phänomenologisch-hermeneutischer als auch objektivierender Verfahren bedarf, ist dabei eine der Grundannahmen der Lehrveranstaltung.

Assessment and permitted materials

a) durch Referat (auch schriftlich abzugeben), b) Proseminararbeit, c) mündliche Prüfung. Regelmäßige Teilnahme wird vorausgesetzt.

Minimum requirements and assessment criteria

Examination topics

Einführungen durch den Lehrveranstaltungsleiter, Lektüre und Diskussion von Texten, die in Referaten vorgestellt werden.

Reading list

Bourdieu, Pierre: Sozialer Sinn. Kritik der theoretischen Vernunft, Frankfurt am Main, 1993.
Bourdieu, Pierre: Meditationen. Zur Kritik der scholastischen Vernunft, Frankfurt am Main, 2001.
Castoriadis, Cornelius: Gesellschaft als imaginäre Institution. Entwurf einer politischen Philosophie, Frankfurt am Main, 1990.
Castoriadis, Cornelius: Kultur und Demokratie, in: Lettre International, 15, 1994, S. 14-17.


Association in the course directory

§ 3.2.8, BA M8.3, PP § 57.6

Last modified: Mo 07.09.2020 15:36