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190011 PS Biography and Age (2013W)

Biography and Age - Experiences with learning from different generations within autobiographies

5.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 19 - Bildungswissenschaft
Continuous assessment of course work

Registration/Deregistration

Note: The time of your registration within the registration period has no effect on the allocation of places (no first come, first served).

Details

max. 35 participants
Language: German

Lecturers

Classes (iCal) - next class is marked with N

Wednesday 09.10. 15:00 - 16:30 Hörsaal 1 Sensengasse 3a 1.OG
Wednesday 16.10. 15:00 - 16:30 Hörsaal 1 Sensengasse 3a 1.OG
Wednesday 23.10. 15:00 - 16:30 Hörsaal 1 Sensengasse 3a 1.OG
Wednesday 06.11. 15:00 - 16:30 Hörsaal 1 Sensengasse 3a 1.OG
Wednesday 13.11. 15:00 - 16:30 Hörsaal 1 Sensengasse 3a 1.OG
Wednesday 20.11. 15:00 - 16:30 Hörsaal 1 Sensengasse 3a 1.OG
Wednesday 27.11. 15:00 - 16:30 Hörsaal 1 Sensengasse 3a 1.OG
Wednesday 04.12. 15:00 - 16:30 Hörsaal 1 Sensengasse 3a 1.OG
Wednesday 11.12. 15:00 - 16:30 Hörsaal 1 Sensengasse 3a 1.OG
Wednesday 18.12. 15:00 - 16:30 Hörsaal 1 Sensengasse 3a 1.OG
Wednesday 08.01. 15:00 - 16:30 Hörsaal 1 Sensengasse 3a 1.OG
Wednesday 15.01. 15:00 - 16:30 Hörsaal 1 Sensengasse 3a 1.OG
Wednesday 22.01. 15:00 - 16:30 Hörsaal 1 Sensengasse 3a 1.OG
Wednesday 29.01. 15:00 - 16:30 Hörsaal 1 Sensengasse 3a 1.OG

Information

Aims, contents and method of the course

Populare autobiographische Materialien wie z.B. Briefe, Tagebücher, Alltagserzählungen oder ganze Lebensgeschichten und Familienchroniken stellen bedeutende Quellen für die Wissenschaft dar. Auch wenn lange Zeit Skepsis gegenüber diesem scheinbar zu "subjektiven" Format bestand, sind diese heute zu einer interessanten Quelle für Geistes- und Sozialwissenschaften geworden und damit auch für die Erziehungswissenschaft. Autobiographische Texte und Erziehungsromane stellen für die Erziehungswissenschaft allerdings ein altbekanntes Format dar (z.B. Rousseau, Bühler, Bernfeld). Henningsen beschreibt drei Interessenbereiche der Erziehungswissenschaft in Bezug auf autobiographische Materialien: die Autobiographie dient als "historische Quelle", sie kann als "Bildungsschicksal" gelesen werden und Autobiographien können als "Instrument der Bildung" bzw. mit einer "Bildungsintention" ausgestattet verstanden werden (vgl. Henningsen 1981). Vor allem die ersten beiden Aspekte sollen im Proseminar anhand von autobiographischen Texten der "Dokumentation lebensgeschichtlicher Aufzeichnungen" thematisiert werden, denn Erfahrungen mit dem Lernen und die Schilderung von Bildungsprozessen kann in Lebensgeschichten in vielschichtiger Weise zur Sprache kommen. Autobiographien eignen sich in besonderer Weise der "Rekonstruktion von Deutungen und Selbstdeutungen (insbesondere über durchlittene, durchlebte, mit gestaltete Sozialisations-, Edukations- und Bildungsprozesse einschl. ihrer personenbezogenen und institutionellen Bedingungen" (vgl. Cloer 1999, S.182). In diesem Proseminar liegt ein besonderes Interesse im Vergleich generationenspezifischer Erfahrungszusammenhänge in Bezug auf Lern- und Bildungswege.
Zudem sollen Fragen thematisiert werden in Bezug darauf, mit was für einem Text man es bei Autobiographien eigentlich zu tun haben kann, wie dieser geschrieben wurde, für wen oder mit welchem Ziel und inwiefern diese für wissenschaftliche Analysen bedeutsam sind. Damit werden auch methodologische und methodische Fragen in Bezug auf die Arbeit mit Narrationen thematisiert.
In diesem Proseminar erwartet Sie ein Einstieg in die Arbeit mit autobiographischen Erinnerungstexten. Neben dem Erarbeiten (auto)biographietheoretischer und methodologischer Grundlagen soll mit vorliegenden autobiographischen Texten und damit konkretem empirischem Material gearbeitet werden.

Assessment and permitted materials

Das Proseminar kann durch regelmäßige Teilnahme, aktive Mitarbeit und dem Verfassen mehrerer kürzerer schriftlicher Arbeiten während des Semesters positiv abgeschlossen werden. Es gibt zudem die Möglichkeit einen mündlichen Beitrag (inkl. Handout) für eine der Proseminarsitzungen zu erarbeiten. Bei Bedarf kann ausgehend von den zu verfassenden Texten während des Semesters auch eine Proseminararbeit geschrieben werden.

Minimum requirements and assessment criteria

Einblicke erlangen Lern- und Bildungsprozesse aus einer biographischen
Perspektive zu untersuchen und diese generationenvergleichend zu untersuchen; kennenlernen und diskutieren methodischer und methodologischer Fragen in Bezug auf die Arbeit mit Narrationen.

Examination topics

Vortrag; Lektüre, Diskussion und Bearbeitung vorgegebener Grundlagentexte; Kleingruppenarbeiten; Arbeit mit empirischem Material.

Reading list

ALHEIT, Peter; DAUSIEN Bettina (1990): Biographie. In: Sandkühler H. J. (Hg.): Europäische Enzyklopädie Philosophie und Wissenschaften. Hamburg, Bd. 1, S. 405-418.
CLOER, Ernst (1999): Pädagogisches Wissen in biographischen Ansätzen der Historischen Sozialisations- und Bildungsforschung. Methodologische Zugänge, theoretische und empirische Erträge. In: Krüger, Heinz-Hermann/Marotzki, Winfried (Hrsg.): Handbuch erziehungswissenschaftliche Biographieforschung. Wiesbaden: VS. S.171-204.
DEPKAT, Volker (2003): Autobiographie und die soziale Konstruktion von Wirklichkeit. In: Geschichte und Gesellschaft 29/2003, S. 441-476.
ENGELHARDT, Michael von (2011): Narration, Biographie, Identität. Möglichkeiten und Grenzen lebensgeschichtlichen Erzählens. In: Hartung, Olaf; Steininger, Ivo; Fuchs, Thorsten (Hg.): Lernen und Erzählen interdisziplinär. Wiesbaden: VS Verlag, S. 39-60.
HENNINGSEN, Jürgen (1962): Autobiographie und Erziehungswissenschaft. In: Neue Sammlung. 2. Jg. 1962. Göttingen. S. 450-461.KRÜGER, Heinz-Hermann/MAROTZKI, Winfried (Hg.) (2006): Handbuch erziehungswissenschaftliche Biographieforschung. 2. überarbeitete und aktualisierte Auflage. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.
MÜLLER, Günter (2006): Vielleicht interessiert sich mal jemand. Lebensgeschichtliches Schreiben als Medium familiärer und gesellschaftlicher Überlieferung. In: Eigner, Peter/Hämmerle, Christa/Müller, Günter (Hrsg.): Briefe - Tagebücher - Autobiographien. Studien und Quellen für den Unterricht. Wien: Studien Verlag, S.76-94.
SCHULZE, Theodor (1997): Interpretation von autobiographischen Texten. In: Friebertshäuser, Barbara/Prengel, Annedore (Hrsg.): Handbuch Qualitative Forschungsmethoden in der Erziehungswissenschaft. Weinheim, München: Juventa. S.323-340.

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BM 20

Last modified: Mo 07.09.2020 15:36