Universität Wien FIND

Due to the COVID-19 pandemic, changes to courses and exams may be necessary at short notice. Inform yourself about the current status on u:find and check your e-mails regularly. Registration is mandatory for courses and exams. Wearing a FFP2 face mask and a valid evidence of being tested, vaccinated or have recovered from an infection are mandatory on site.

Please read the information on studieren.univie.ac.at/en/info.

190058 SE Bachelor's Paper II (2017S)

Kinderschutz und Kindeswohlgefährdung als Gegenstand pädagogischer Forschung (unter besonderer Berücksichtigung von Psychoanalytischer Pädagogik und Traumapädagogik)

10.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 19 - Bildungswissenschaft
Continuous assessment of course work

Registration/Deregistration

Note: The time of your registration within the registration period has no effect on the allocation of places (no first come, first served).

Details

max. 20 participants
Language: German

Lecturers

Classes (iCal) - next class is marked with N

Thursday 02.03. 11:30 - 14:45 Seminarraum 5 Sensengasse 3a 1.OG
Thursday 16.03. 11:30 - 14:45 Seminarraum 5 Sensengasse 3a 1.OG
Thursday 30.03. 11:30 - 14:45 Seminarraum 5 Sensengasse 3a 1.OG
Thursday 27.04. 11:30 - 14:45 Seminarraum 5 Sensengasse 3a 1.OG
Thursday 08.06. 11:30 - 14:45 Seminarraum 5 Sensengasse 3a 1.OG
Thursday 22.06. 11:30 - 14:45 Seminarraum 5 Sensengasse 3a 1.OG

Information

Aims, contents and method of the course

In verschiedenen Praxisfeldern sind PädagogInnen mit Kindern und Jugendlichen konfrontiert, die körperliche, psychische oder sexuelle Gewalt erlebt haben. Daher ist der Umgang mit gewaltbetroffenen Kindern ein relevantes Thema für angehende PädagogInnen/BildungswissenschafterInnen.

Kinderschutzzentren sind spezifische Beratungsstellen, die sich auf die Intervention, Beratung und Psychotherapie, aber auch auf präventive Maßnahmen bei Gewalt gegen Kinder und Jugendliche spezialisiert haben. Wenngleich in der Kinderschutzarbeit in interdisziplinärer Weise verschiedene Ansätze u.a. psychologische, psycho- bzw. traumatherapeutische, rechtliche oder solche der Sozialen Arbeit zusammentreffen, lassen sich auch Themenstellungen ausmachen, die in besonderer Weise pädagogische bzw. bildungswissenschaftliche Konzepte berühren.
Dabei ist etwa an die Fragen zu denken,
wie die Elternarbeit in diesen Einrichtungen zu gestalten ist (z.B. in Hinblick auf Erziehungsberatung),
- wie pädagogische Fachkräfte, die (z.B. im Kontext von Schule und Kindergarten) mit betroffenen Kindern und Jugendlichen arbeiten, in die Kinderschutzarbeit einzubeziehen sind,
- wie sich Gewalterfahrungen und Kindeswohlgefährdungen auf Bildungsprozesse auswirken,
- welche Lernerfahrungen gewaltbetroffene Kinder machen und welche Beziehungserfahrungen sie benötigen, damit ihre Entwicklung nicht gefährdet ist oder
- wie widersprüchliche Entwicklungsbedürfnisse (z.B. Schutz vor Gewalt vs. Bedürfnis nach Kontakt und Bindung) miteinander vereinbart werden können u.v.m.

Der Stand der pädagogischen/bildungswissenschaftlichen Reflexion der hier umrissenen Themenstellungen wird der hohen Bedeutung und Aktualität des Themas Kindeswohlgefährdung in der Praxis nicht gerecht. In der Lehrveranstaltung wird in besonderer Weise auf Konzepte der Psychoanalytischen Pädagogik und der Traumapädagogik Bezug genommen.

Die Studierenden werden die Aufgabe haben, sich ein Bild von der Arbeit, die in Kinderschutzzentren stattfindet, zu verschaffen und ein Verständnis für spezifische Fragestellungen der Kinderschutzarbeit und damit verbundene Forschungsinteressen zu entwickeln.

Durch Literaturrecherche soll erarbeitet werden, welches Wissen zu verschiedenen spezifischen Aspekten dieses Themas verfügbar ist. Aus der Auseinandersetzung mit dem recherchierten Material entwickeln die Studierenden Fragestellungen, die als Forschungsfrage ihren BA-Arbeiten zugrunde liegen.
Anhand der Bearbeitung der recherchierten Literatur werden in der Lehrveranstaltung Kriterien für das Abfassen wissenschaftlicher Arbeiten erarbeitet.
Die Auseinandersetzung mit Arbeiten und Texten, die aus unterschiedlichen professionellen Blickwinkeln geschrieben wurden, sollen den Blick dafür schärfen, welche Fragestellungen als pädagogisch gelten können bzw. woran festgemacht werden kann, ob einem Text eine bildungswissenschaftliche Zugangsweise zugrundeliegt.

Die Studierenden erhalten überdies die Möglichkeit, die Ergebnisse ihrer Recherchen bei der 1. Kinderschutztagung der Österreichischen Kinderschutzzentren mit dem Titel 'Zum Wohl des Kindes' im Mai 2017 zu präsentieren.

Assessment and permitted materials

Minimum requirements and assessment criteria

Examination topics

Reading list

Finger-Trescher, U. (2015) (Hrsg.): Kindeswohl und Kindeswohlgefährdung. Jahrbuch für Psychoanalytische Pädagogik 22, Psychosozial-Verlag: Gießen
Lassenberger, A. (2016): Kinderschutz und Hochstrittigkeit. [Download unter: http://www.gewaltinfo.at am 30.4.2016]
Neudecker, B. (2007): Milli muss zu Gericht... und lernt dabei was fürs Leben. Ein Resümee der Tagung 'Recht Würde Helfen' aus pädagogischer Sicht. In: Wohlatz, S. (Hrsg.): RECHT WÜRDE HELFEN. Opferschutz im Spannungsfeld von Rechtsinterventionen und Gesellschaft bei sexueller Gewalt an Kindern, Eigenverlag: Wien
Neudecker, B. (2016): Prozessbegleitung für gewaltbetroffene Kinder und Jugendliche. Ein Beitrag zur Traumaverarbeitung? In: Trauma & Gewalt (10) 4, 300-307

Association in the course directory

BM 25

Last modified: Mo 07.09.2020 15:37