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210128 SE M9: East European Studies (2018W)

Democratization and Politics of the Past in CEE and SEE

9.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 21 - Politikwissenschaft
Continuous assessment of course work

A registration via u:space during the registration phase is required. Late registrations are NOT possible.
Students who miss the first lesson without prior notification will lose their seat in the course.

Follow the principles of good scientific practice.

The course instructor may invite students to an oral exam about the student’s written contributions in the course. Plagiarized contributions have the consequence that the course won’t be graded (instead the course will be marked with an ‘X’ in the transcript of records).

Details

max. 45 participants
Language: German

Lecturers

Classes (iCal) - next class is marked with N

Tuesday 09.10. 15:00 - 16:30 Hörsaal 2 (H2), NIG 2.Stock
Tuesday 16.10. 15:00 - 16:30 Hörsaal 2 (H2), NIG 2.Stock
Tuesday 23.10. 15:00 - 16:30 Hörsaal 2 (H2), NIG 2.Stock
Tuesday 30.10. 15:00 - 16:30 Hörsaal 2 (H2), NIG 2.Stock
Tuesday 06.11. 15:00 - 16:30 Hörsaal 2 (H2), NIG 2.Stock
Tuesday 13.11. 15:00 - 16:30 Hörsaal 2 (H2), NIG 2.Stock
Tuesday 20.11. 15:00 - 16:30 Hörsaal 2 (H2), NIG 2.Stock
Tuesday 27.11. 15:00 - 16:30 Hörsaal 2 (H2), NIG 2.Stock
Tuesday 04.12. 15:00 - 16:30 Hörsaal 2 (H2), NIG 2.Stock
Tuesday 11.12. 15:00 - 16:30 Hörsaal 2 (H2), NIG 2.Stock
Tuesday 08.01. 15:00 - 16:30 Hörsaal 2 (H2), NIG 2.Stock
Tuesday 15.01. 15:00 - 16:30 Hörsaal 2 (H2), NIG 2.Stock
Tuesday 22.01. 15:00 - 16:30 Hörsaal 2 (H2), NIG 2.Stock
Tuesday 29.01. 15:00 - 16:30 Hörsaal 2 (H2), NIG 2.Stock

Information

Aims, contents and method of the course

Im Seminar wird der Zusammenhang zwischen der Konsolidierung der Demokratie und dem Umgang mit der Vergangenheit in ostmittel- und südosteuropäischen Staaten nach 1989 untersucht. Dabei darf nicht außer Acht gelassen werden, dass Transformationsprozesse in den post-sozialistischen Ländern nicht linear verlaufen. Gibt es also Parallelen zwischen der defekten Demokratie im Kroatien der 1990er Jahre und im heutigen Ungarn und in welchem Verhältnis stehen diese zum Umgang mit dem Zweiten Weltkrieg und der staatssozialistischen Ära? Gelang die Konsolidierung der Demokratie in der Tschechischen Republik schneller und nachhaltiger, weil sie auf die stärkste demokratische Tradition der Zwischenkriegszeit rekurrieren konnte? Das Seminar geht der Frage nach, ob eine Aufarbeitung der Vergangenheit Voraussetzung für einen erfolgreichen Transformationsprozess ist. Wie sind die zunehmend autoritäreren Regierungen in Ungarn und Polen einzuschätzen?
Nach der theoretischen Einführung durch die Lehrveranstaltungsleiterin werden anhand ausgewählter Länderbeispiele Demokratisierungsprozesse und der Umgang mit der Vergangenheit in den einzelnen Ländern verglichen. Foto- und Filmbeispiele werden ebenso herangezogen wie Schulbücher (insb. jene, die bereits die Transformationsprozesse beschreiben), Kataloge von Gedenkausstellungen oder Zeitungsdebatten. Die Kenntnis einer ostmittel- oder südosteuropäischen Sprache ist daher von Vorteil, aber natürlich keine Voraussetzung.

Assessment and permitted materials

Wöchentliche Textlektüre, Input inkl. 1-seitigem Handout, Seminararbeit

Minimum requirements and assessment criteria

1) Jede Woche ist ein Text zum Thema der Einheit zu lesen, aus dem drei Kernthesen herausgeschrieben werden inkl. Begründung, warum das die entscheidenden Aussagen des Textes sind.
2) Statt langer Referate präsentieren die Studierenden einmalig einen selbst gewählten Text als kurzen Input inkl. 1-seitigem Handout und stellen ihn zur Diskussion. Das Handout ist bis Donnerstag vor dem eigenen Input-Termin an die LV-Leiterin zu mailen.
3) Seminararbeit zu einem selbst gewählten Thema - kann an den Input anschließen oder etwas anderes sein.

Examination topics

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Reading list

Ausgewählte Literaturhinweise zur ersten Orientierung:
- Radonic, Ljiljana: Kampf um die „richtige“ Erinnerung, in: ORF Science, Dezember 2016, http://science.orf.at/stories/2812168/
- Troebst, Stefan: Geschichtspolitik. Politikfeld, Analyserahmen, Streitobjekt, in: Etienne François/Kornelia Kończal/Robert Traba/Stefan Troebst (Hg.): Geschichtspolitik in Europa seit 1989. Deutschland, Frankreich und Polen im internationalen Vergleich, Göttingen 2013
- Hammerstein, Katrin et al.: Aufarbeitung der Diktatur – Diktat der Aufarbeitung? Normierungsprozesse beim Umgang mit diktatorischer Vergangenheit, Göttingen 2009
- Bucholc, Marta/Maciej Komornik: Die PiS und das Recht Verfassungskrise und polnische Rechtskultur, in: Osteuropa 66, 1-2/2016
- Müller, Jan-Werner. Wo Europa endet: Ungarn, Brüssel und das Schicksal der liberalen Demokratie, Berlin 2013
- Byford, Jovan: “When I say ‘the Holocaust’, I mean ‘Jasenovac’”: Remembrance of the Holocaust in contemporary Serbia, in: East European Jewish Affairs 37, 1/2007
- Luthar, Oto/Radonić, Ljiljana: Demokratisierung oder erneute Monopolisierung? Geschichte und Erinnerungspolitik im post-sozialistischen Slowenien und Kroatien, in: Konrad, Helmut/Benedik, Stefan (Hg.): Mapping Contemporary History II, Böhlau, Wien 2010
- Kovács, Mária M.: Holocaust-Gedenkjahr und Horthy-Revisionismus in Ungarn, in: Europäische Rundschau 1/2014
- Pauer, Jan: Die Aufarbeitung der Diktaturen in Tschechien und der Slowakei, in: Aus Politik und Zeitgeschichte 42/2006, http://www.bpb.de/apuz/29477/die-aufarbeitung-der-diktaturen-in-tschechien-und-der-slowakei?p=all
- Pape, Markus: Das Konzentrationslager Lety – Geschichte und Erinnerung, in: Fischer von Weikersthal, Felicitas u.a. (Hg.): Der nationalsozialistische Genozid an den Roma Osteuropas, Köln 2008
- Borodziej, Wlodzimierz: Der Zweite Weltkrieg in der Geschichtspolitik Polens seit 1989, in: Troebst, Stefan/Wolf, Johanna (Hg.): Erinnern an den Zweiten Weltkrieg. Mahnmale und Museen in Mittel- und Osteuropa, Leipzig 2011

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Last modified: Fr 22.02.2019 12:48