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230020 SE Selected Paradigms: Social Constructivism. Classical and Current Perspectives (2022S)

5.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 23 - Soziologie
Continuous assessment of course work

Im Rahmen dieser Lehrveranstaltung kann eine Bachelorarbeit verfasst werden.

Covid19 Information zum Unibetrieb - aktuelle Bestimmungen:
https://www.univie.ac.at/ueber-uns/weitere-informationen/coronavirus/?pk_campaign=HomeDE&pk_kwd=Covid-Infolink

Rahmenbedingungen für digitale Prüfungen (Soziologie) https://soziologie.univie.ac.at/info/digpruef/

Allgemeiner Hinweis: Für die Teilnahme an Lehrveranstaltungen in digitaler Form sind eine - möglichst stabile - Internetverbindung und die technischen Möglichkeiten erforderlich, um an Online-Einheiten partizipieren zu können (Computer, Mikro, ggf. Webcam).

Registration/Deregistration

Note: The time of your registration within the registration period has no effect on the allocation of places (no first come, first served).

Details

max. 35 participants
Language: German

Lecturers

Classes (iCal) - next class is marked with N

Thursday 03.03. 16:45 - 18:15 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 3, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Thursday 10.03. 16:45 - 18:15 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 3, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Thursday 17.03. 16:45 - 18:15 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 3, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Thursday 24.03. 16:45 - 18:15 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 3, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Thursday 31.03. 16:45 - 18:15 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 3, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Thursday 07.04. 16:45 - 18:15 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 3, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Thursday 28.04. 16:45 - 18:15 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 3, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Thursday 05.05. 16:45 - 18:15 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 3, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Thursday 12.05. 16:45 - 18:15 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 3, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Thursday 19.05. 16:45 - 18:15 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 3, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Thursday 02.06. 16:45 - 18:15 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 3, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Thursday 09.06. 16:45 - 18:15 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 3, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Thursday 23.06. 16:45 - 18:15 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 3, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Thursday 30.06. 16:45 - 18:15 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 3, Rooseveltplatz 2, 1.Stock

Information

Aims, contents and method of the course

Die Arbeit "Die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit. Eine Theorie der Wissenssoziologie" von Peter Berger und Thomas Luckmann gilt als grundlegendes Werk des soziologischen Theoriestranges, der als "sozialer Konstruktivismus" bezeichnet wird. Sein Erfolg gründet nicht zuletzt darin, dass es den Autoren gelungen ist, die Erkenntnisse aus dem Bereich der philosophischen Anthropologie, der Handlungstheorie, der Norm- und Institutionentheorie sowie der verstehenden Soziologie in der Tradition Max Webers und Alfred Schütz' in einer innovativen Weise zusammenzuführen. Auch in gesellschaftstheoretischer Dimension finden sich in dieser Arbeit interessante Perspektiven, gleichwohl sie nicht als Theorie der Gesellschaft gelten kann, da beispielsweise der geschichtlichen Dimension der Entstehung und Entwicklung menschlicher Gesellschaften kaum Rechnung getragen wird.

Ziel dieser Lehrveranstaltung ist es, sich zunächst ausführlich mit der Publikation "Die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit" auseinanderzusetzen und deren Stärken und Schwächen kennenzulernen. In einem weiteren Schritt wird es darum gehen, sich mit neueren und soziologisch bedeutsamen "Spielarten" (Knorr-Cetina) des Konstruktivismus zu befassen. Zu denken ist hier etwa an den systemtheoretischen, historisch-genetischen oder kommunikationstheoretischen Konstruktivismus ebenso wie an den geschlechtertheoretischen. Das Erklärungspotential konstruktivistischer Theoriebildung soll dabei anhand konkreter Fragestellungen und Problemlagen erörtert werden (z.B. das Verhältnis von Säkularisierung, Religionskritik der Aufklärung und kognitivem Konstruktivismus; zur sozialen Konstruktion von Geschlechterverhältnissen und geschlechtlicher Identität, gesellschaftliche und demokratiepolitische Risiken von Erkenntnisrelativismus und Wissenschaftsskeptizismus: Die Trivialisierung der Klima- und Coronaproblematik u.a.).

Im Zuge unserer theoretischen und empirischen Analysen soll dabei ein Punkt besonders klar werden: Die Soziologie muss die Frage nach der Geltung ihrer kognitiven Konstruktionen klären. Sie kann es auch.

Methoden: Textlektüre, Kleingruppenarbeit, Vortrag, Kurzreferate, evt. kleinere schriftliche Arbeiten (z.B. Exzerpt, Essay), Seminararbeit (ca. 12 - 15 Seiten).

Im Rahmen dieser Lehrveranstaltung kann eine Bachelorarbeit verfasst werden.

Assessment and permitted materials

Hinweis der SPL Soziologie:
Die Erbringung aller Teilleistungen ist Voraussetzung für eine positive Beurteilung, wenn nicht explizit etwas anderes vermerkt wurde.
Werden einzelne verpflichtende Teilleistungen nicht erbracht, gilt die Lehrveranstaltung als abgebrochen. Falls dem Nichterbringen der Leistung kein wichtiger und unvorhersehbarer Grund seitens des/der Studierenden vorliegt, wird die LV negativ beurteilt.
Bei Vorliegen eines solchen Grundes (zB eine längere Erkrankung) kann der/die Studierende auch nach Ablauf der Frist von der LV abgemeldet werden. Über das Vorliegen eines wichtigen Grundes entscheidet die Lehrveranstaltungsleitung. Der Antrag auf Abmeldung ist unverzüglich nach Eintreten des Grundes zu stellen.
Wurde eine Teilleistung erschlichen, d.h. etwa bei einer Prüfung oder einem Test geschummelt, bei einer schriftlichen Arbeit plagiiert oder auch Unterschriften auf Anwesenheitslisten gefälscht, wird die gesamte Lehrveranstaltung als "nicht beurteilt" gewertet und mit dem Vermerk "geschummelt/erschlichen" in das Notenerfassungssystem eingetragen.

Im Zuge der Beurteilung kann eine Plagiatssoftware (Turnitin in Moodle) zur Anwendung kommen. Details werden von den Lehrenden in der Lehrveranstaltung bekanntgeben.

Wenn Sie eine prüfungsimmanente Lehrveranstaltung bereits dreimal negativ absolviert haben und sich für einen vierten Antritt anmelden wollen, kontaktieren Sie bitte die StudienServiceStelle Soziologie (vgl: Zusatzinformation "Dritte Wiederholung bei prüfungsimmanenten Lehrveranstaltungen" https://soziologie.univie.ac.at/info/pruefungen/#c56313)

Minimum requirements and assessment criteria

Kurzreferate (Anteil an Gesamtnote: 20%), kleinere schriftliche Arbeiten (AaG: 20%), Seminararbeit (AaG: 60%), Anwesenheit und aktives Mitdenken/Mitarbeiten.Die Teilnehmer*innen des Seminares sollen in der Auseinandersetzung mit dem Theoriestrang des "sozialen Konstruktivismus" ein differenziertes Verständnis der erkenntnistheoretischen, aber auch methodologischen und gesellschaftstheoretischen Herausforderungen einer konstruktivstischen Theoriebildung verstehen lernen.Vor einem theoriegeschichtlich wie theoriesystematisch informierten Hintergrund wird es dann zentral darum gehen, einige der Arbeiten aus dem klassischen und aktuellen Spektrum des sozialen Konstruktivismus zu rezipieren und bezüglich ihres Erklärungs- und Aufklärungsgehaltes zu analysieren. In diesem Kontext ist auch die Auseinandersetzung mit anderen "Spielarten" (Knorr-Cetina) des soziologischen Konstruktivismus zu betrachten. Sie soll es erlauben, einen kritischen Blick auf den Theoriestrang des sozialen Konstruktivismus zu entwickeln und ihn als spezifische und auch: spezifisch limitierte "Spielart" des soziologischen Konstruktivismus begreifen zu lernen

Examination topics

Reading list

1. Berger, Peter L./ Thomas Luckmann (2013), Die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit. Eine Theorie der Wissenssoziologie (amerik. Orig.: 1966, deutsche Ersterscheinung 1969), Frankfurt a. M.: Fischer.
2. Dux, Günter (1984), „Konstruktiver Realismus und der Aufbau des Wissens“, in: ders., Logik der Weltbilder. Sinnstrukturen im Wandel der Geschichte, Frankfurt/M.: Suhrkamp, S. 76 – 102.
3. Emma (2022), Transgender. URL: https://www.emma.de/thema/transgender
4. Gildemeister, Renate (2008), Soziale Konstruktion von Geschlecht: „Doing gender“. In: Wilz, S.M. (Hg.), Geschlechterdifferenzen — Geschlechterdifferenzierungen. VS Verlag für Sozialwissenschaften, S. 167 – 198.
5. Haslanger, Sally (2021), Der Wirklichkeit widerstehen. Soziale Konstruktionen und Sozialkritik, Frankfurt/M.: Suhrkamp.
6. Keller, Reiner/ Knoblauch, Hubert/ Reichertz, Jo (2013) (Hg.), Der Kommunikativer Konstruktivismus als Weiterführung des Sozialkonstruktivismus – eine Einführung in den Band, in: dies., Theoretische und empirische Arbeiten zu einem neuen wissenssoziologischen Ansatz, S. 9 - 24.
7. Knoblauch, Hubert (2003), Habitus und Habitualisierung : zur Komplementarität von Bourdieu mit dem Sozialkonstruktivismus, in: Rehbein, Boike/ Saalmann, Gernot/ Schwengel, Herrmann (Hg.): Pierre Bourdieus Theorie des Sozialen: Probleme und Perspektiven. Konstanz : UVK Verl.-Ges., S. 187-201.
8. Knorr-Cetina, Karin D. (1989), Spielarten des Konstruktivismus, in: Soziale Welt 40, S. 86-96.
9. Luckmann, Thomas (2010), »Ich habe mich nie als Konstruktivist betrachtet«. Gespräch mit Thomas Luckmann, in: Herrschaft, Felicia/ Lichtblau, Klaus (Hg.), Soziologie in Frankfurt. Eine Zwischenbilanz, Wiesbaden, S. 345–368.
10. Piaget, Jean (1988), „Animismus“, in: ders., Das Weltbild des Kindes (franz. Orig. 1926), Stuttgart: Klett, S. 143 - 161.
11. Sprondel, Walter M. (1994) (Hg.), Die Objektivität der Ordnungen und ihre kommunikative Konstruktion. Für Thomas Luckmann, Frankfurt am Main: Suhrkamp.

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in 505: BA T2 SE zu ausgewählten Paradigmen

Last modified: Th 03.03.2022 15:28