Universität Wien FIND

230135 UK Science-Technology-Gender (2016S)

5.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 23 - Soziologie
Continuous assessment of course work

Details

max. 40 participants
Language: Deutsch

Lecturers

Classes (iCal) - next class is marked with N

Exkursion am 10. Mai, 13:00-15:00 Uhr
20. Juni: Abschlusstest

Monday 07.03. 16:30 - 18:30 Seminarraum STS, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/6. Stock, 1010 Wien (Kickoff Class)
Monday 14.03. 16:30 - 18:30 Seminarraum STS, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/6. Stock, 1010 Wien
Monday 04.04. 16:30 - 18:30 Seminarraum STS, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/6. Stock, 1010 Wien
Monday 11.04. 16:30 - 18:30 Seminarraum STS, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/6. Stock, 1010 Wien
Monday 18.04. 16:30 - 18:30 Seminarraum STS, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/6. Stock, 1010 Wien
Monday 25.04. 16:30 - 18:30 Seminarraum STS, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/6. Stock, 1010 Wien
Monday 02.05. 16:30 - 18:30 Seminarraum STS, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/6. Stock, 1010 Wien
Monday 23.05. 16:30 - 18:30 Seminarraum STS, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/6. Stock, 1010 Wien
Monday 30.05. 16:30 - 18:30 Seminarraum STS, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/6. Stock, 1010 Wien
Monday 06.06. 16:30 - 18:30 Seminarraum STS, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/6. Stock, 1010 Wien
Monday 20.06. 16:30 - 18:30 Seminarraum STS, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/6. Stock, 1010 Wien

Information

Aims, contents and method of the course

Thema, Ziele und Methoden der Lehrveranstaltung
Welche Rolle spielt Geschlecht in Wissenschaft und Technik? Sind das nicht völlig unterschiedliche Dinge ohne Zusammenhang? Arbeiten aus der Wissenschafts- und Technikforschung haben gezeigt, dass einerseits Wissenschaft die Welt nicht nur beschreibt, sondern auch Wirklichkeiten produziert. Insbesondere die Naturwissenschaften haben einen großen Einfluss darauf, was wir als weiblich und was als männlich denken können und welche Attribute wir damit verbinden. Andererseits ist auch Technikentwicklung untrennbar mit Geschlecht verbunden, denn hier werden nicht einfach Artefakte und Infrastrukturen als Lösung für ein gesellschaftliches Problem hergestellt, die sich wertneutral an materiellen Notwendigkeiten orientieren, sondern es fließen Vorstellungen von Bedürfnissen, Potenzialen und Einschränkungen der Geschlechter mit ein. Die so hergestellten Artefakte und Infrastrukturen ‘verkörpern’ dann oft wieder diese Werte und Normen und beeinflussen so das soziale Zusammenleben.
Das Ziel der Lehrveranstaltung ist eine kritische Auseinandersetzung mit den Zusammenhängen von Wissenschaft, Technik und Geschlecht. Wir werden uns im Laufe des Semesters anhand ausgewählter Beispiele (wie des Wissens über Skelette, Eizellen und Hormone und der technischen Entwicklung etwa von Rasierapparaten, Mikrowellen und Fahrrädern) aktuelle und historische Orte, Objekte und Praktiken von Wissens- und Technikproduktion ansehen, um zu einem grundlegenden Verständnis davon zu gelangen, in welchem Spannungsverhältnis Wissenschaft, Technik und gesellschaftliche Vorstellungen stehen.
Gegenwärtige Konzepte der Wissenschafts- und Technikforschung werden durch Inputs der Lehrveranstaltungsleiterin vorgestellt und es werden ausgewählte wissenschaftliche Texte zum Thema gelesen und diskutiert. Voraussetzungen für den Zeugniserwerb sind durchgehende Anwesenheit, aktive Mitarbeit, termingerechte Abgabe von zwei Arbeitsaufgaben und die Absolvierung des schriftlichen Abschlusstests. Da es sich bei einem großen Teil der Pflichttexte um englischsprachige Texte handelt, werden gute Englischkenntnisse vorausgesetzt. Unterrichtssprache ist Deutsch.

Assessment and permitted materials

Art der Leistungskontrolle
Mindestanforderung für die positive Beurteilung sind: Lesen der Pflichttexte zu den Lehrveranstaltungseinheiten und aktive Teilnahme an den Diskussionen; pünktliche Abgabe der Arbeitsaufgaben I und II; Absolvieren des Abschlusstests in der letzten Einheit der LV. Der Test umfasst kürzere Wissensfragen, z.B. zu diskutierten zentralen Konzepten, sowie eine längere Essayfrage. Bei letzterer geht es darum, die gelernten Konzepte im Kontext eines längeren Arguments anzuwenden. Prüfungsstoff sind die Pflichttexte sowie die Vortragsfolien, die nach der jeweiligen Einheit auf Moodle heruntergeladen werden können.

Arbeitsaufgabe I: Reflexionsarbeit (Deadline 11.03.2016)
Schreiben Sie eine drei- bis vierseitige (ca. 1200 Wörter) Reflexionsarbeit zum Themenbereich der Lehrveranstaltung. Klären Sie dabei insbesondere Ihr Interesse und Ihren eigenen Zugang zum Thema. Überlegen Sie, wie Sie in unterschiedlichen Kontexten (im Privaten, an der Uni, in den Medien,...) bereits mit thematisch relevanten Fragen konfrontiert wurden und diskutieren Sie dann insbesondere, welche Rolle Geschlecht in der Wissensproduktion Ihrer Herkunftsdisziplin spielt. Folgende Fragen sollen Ihnen als Denkanstoß dienen. Gibt es aus Ihrer Perspektive Bereiche, in denen es sich besonders lohnt, bei der Analyse Geschlecht explizit in die Wissensproduktion zu inkludieren? Soll Geschlecht überhaupt eine Rolle spielen? Wie sind die Naturwissenschaften an der Herstellung von Geschlechterdifferenz beteiligt? Gibt es besonders stark oder besonders schwach vergeschlechtlichte Technologien? Was wären hierfür Beispiele?

Arbeitsaufgabe II: Reflexionsarbeit (Deadline 20.05.2016)
Schreiben Sie eine drei- bis vierseitige (ca. 1200 Wörter) Reflexionsarbeit zu unserer Exkursion ins Josephinum. Gehen Sie dabei auf diejenigen Punkte und Beobachtungen ein, die Ihnen besonders aufgefallen sind und reflektieren Sie diese unter Bezugnahme auf die Inhalte und Diskussionen der Lehrveranstaltung und die bisherigen Pflichttexte.

Minimum requirements and assessment criteria

Zusammensetzung der Gesamtnote
Jede Teilleistung wird selbstständig nach einem Punktesystem von insgesamt 100 Punkten bewertet. Die maximal erhältliche Anzahl von Punkten für die jeweiligen Aufgaben ist:

Lesen der Pflichttexte und aktive Diskussionsteilnahme: 25 Punkte, individuell bewertet
Arbeitsaufgabe I: 15 Punkte, individuell bewertet
Arbeitsaufgabe II: 15 Punkte, individuell bewertet
Abschlusstest: 45 Punkte, individuell bewertet

Anwesenheit, Pünktlichkeit in der Abgabe von Leistungen und die Einhaltung akademischer Standards werden vorausgesetzt, können sich aber im Fall der Nicht-Einhaltung negativ auf die Gesamtnote auswirken. Für eine positive Benotung sind insgesamt mindestens 50 Punkte erforderlich.

Notentafel
100-87 Punkte: Sehr Gut (1)
86-75 Punkte: Gut (2)
74-63 Punkte: Befriedigend (3)
62-50 Punkte: Genügend (4)
49-0 Punkte: Ungenügend (5) (nicht bestanden)

Wichtige Informationen zur Beurteilung
Wenn nicht explizit anders vermerkt, ist die Erbringung aller Teilleistungen Voraussetzung für eine positive Beurteilung. Werden einzelne verpflichtend vorgesehene Teilleistungen nicht erbracht, gilt die Lehrveranstaltung als abgebrochen. Falls der Nichterbringung der Leistung kein wichtiger und unvorhersehbarer Grund auf Seiten des_der Studierenden zu Grunde liegt, wird die LV negativ beurteilt. Bei Vorliegen eines solchen Grundes (etwa einer längeren Erkrankung) kann der/die Studierende auch nach Ablauf der Frist von der LV abgemeldet werden. Über das Vorliegen eines wichtigen Grundes entscheidet der für das Erweiterungscurriculum zuständige Vize-Studienprogrammleiter.
Wurde eine Teilleistung erschlichen, d.h. etwa bei einer Prüfung oder einem Test geschummelt, bei einer schriftlichen Arbeit plagiiert oder Unterschriften auf Anwesenheitslisten gefälscht, wird die gesamte Lehrveranstaltung als 'nicht beurteilt' gewertet und mit dem Vermerk 'geschummelt/erschlichen' in das Notenerfassungssystem eingetragen.

Anwesenheit
Es herrscht Anwesenheitspflicht. Es dürfen höchstens zwei Seminareinheiten (4h) versäumt werden. Darüber hinausgehende Abwesenheiten können bis zu einer Gesamtsumme von maximal 8 Stunden durch mit der Lehrveranstaltungsleitung zu vereinbarende Zusatzleistungen und/oder Berücksichtigungen in der Note (Punktabzug) ausgeglichen werden. Die Entscheidung darüber trifft die Lehrveranstaltungsleitung.
Bei Abwesenheiten von mehr als acht Stunden oder falls die Lehrveranstaltungsleitung bei Abwesenheiten über vier Stunden einem Ausgleich nicht zustimmt, kann die Lehrveranstaltung nicht mehr positiv absolviert werden und ist negativ zu beurteilen. Eine Ausnahme von dieser Regelung ist zu gewähren, falls auf Seiten des_der Studierenden ein wesentlicher und unvorhersehbarer Grund für die Nicht-Teilnahme vorliegt. Dieser ist von der_dem Studierenden glaubhaft nachzuweisen. Bei Vorliegen eines solchen Grundes wird der_die Studierende ohne Note vom Kurs abgemeldet. Die Entscheidung darüber trifft der für das Erweiterungscurriculum zuständige Vize-Studienprogrammleiter.

Examination topics

Reading list


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Last modified: Mo 20.03.2017 15:24