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233009 UK Werte und Bewertungen (in) der Wissenschaft (2019W)

Ambivalenzen der Beziehung von Wissen und Werten

5.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 23 - Soziologie
Continuous assessment of course work

Registration/Deregistration

Details

max. 40 participants
Language: German

Lecturers

Classes (iCal) - next class is marked with N

Monday 07.10. 09:30 - 11:30 Seminarraum STS, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/6. Stock, 1010 Wien (Kickoff Class)
Monday 14.10. 09:30 - 11:30 Seminarraum STS, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/6. Stock, 1010 Wien
Monday 21.10. 09:30 - 11:30 Seminarraum STS, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/6. Stock, 1010 Wien
Monday 28.10. 09:30 - 11:30 Seminarraum STS, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/6. Stock, 1010 Wien
Monday 04.11. 09:30 - 11:30 Seminarraum STS, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/6. Stock, 1010 Wien
Monday 11.11. 09:30 - 11:30 Seminarraum STS, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/6. Stock, 1010 Wien
Monday 25.11. 09:30 - 11:30 Seminarraum STS, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/6. Stock, 1010 Wien
Monday 02.12. 09:30 - 11:30 Seminarraum STS, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/6. Stock, 1010 Wien
Monday 09.12. 09:30 - 11:30 Seminarraum STS, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/6. Stock, 1010 Wien
Monday 13.01. 09:30 - 11:30 Seminarraum STS, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/6. Stock, 1010 Wien

Information

Aims, contents and method of the course

Thema: Wissenschaft gilt gemeinhin als wertfrei. Sie solle sich um 'Fakten' kümmern, während die Gesellschaft für 'Werte' zuständig sei. Es zeigt sich aber, dass diese strikte Unterscheidung in vielen Kontexten sowohl politisch als auch inhaltlich problematisch geworden ist. Werte und Bewertungen spielen auf vielfache Weise eine Rolle in und für die Wissenschaft. Wissensproduktion ist unmittelbar mit den wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Wertvorstellungen von WissenschafterInnen verbunden. Was wird als qualitativ-hochwertige Forschung angesehen? Wer darf Wissenschaft bewerten? Wie kann man Wissenschaft messbar machen? Was ist ethisch vertretbare oder verantwortungsvolle Forschung? Welche Bewertungen und Klassifikationen werden im Namen der Wissenschaft vorgenommen? Wie werden Geschlechter und Körper klassifiziert? Wie werden Körper standardisiert? Und wie hängen solche wissenschaftlichen Klassifikationsversuche mit soziokulturellen Bedingungen zusammen? Um die Rolle von Wissenschaft in und für heutige Gesellschaften besser zu verstehen, werden wir in dieser Lehrveranstaltung diesen und weiteren Fragen nachgehen.
In Anbetracht zunehmend kontrovers diskutierter technologischer Entwicklungen, digitaler Revolution, damit verbundenen Dynamiken wie 'Alternative Facts' oder post-faktischer Politik, wird die Bedeutung von evidenzbasierten Entscheidungen stark diskutiert. Was ist ‘solides’, ‘gutes’ Wissen? Welche Art von Wissen wird überhaupt produziert, von wem und auf welche Weise? Und wie wird Wissen legitimiert und vielleicht auch instrumentalisiert - was gilt als wertvoll und was als weniger wertvoll und wer bestimmt das?

Ziele: In diesem Universitätskurs wollen wir diese Fragen und Entwicklungen kritisch beleuchten und herausarbeiten, auf welch vielfältige Weise Wissenschaft durch Werte und Bewertungen geprägt ist und diese prägt. Dabei geht es auch darum, dass Studierende lernen die eigenen zugrundeliegenden Wertvorstellungen als angehende WissenschaftlerInnen und BürgerInnen einer Wissensgesellschaft bewusst zu machen, zu lernen diese zu reflektieren, zu kommunizieren und nachvollziehbar zu machen. Zentrale Fragen des Kurses sind:
- Wie hängen gesellschaftliche Werte, politische Entscheidungsfindung und wissenschaftliche Expertise zusammen?
- Wie, wo und durch wen wird der Wert von Wissenschaft(en) verhandelt, bestimmt und messbar gemacht?
- Welche Wertvorstellungen und Bewertungen einer ‘guten’ Gesellschaft spielen für die Entwicklung neuer Technologien eine Rolle?
- Wie können wir die wechselseitige Beeinflussung von Wissenschaft, Technik und Gesellschaft begreifen?

Methoden: In diesem Kurs werden grundlegende Konzepte und Ansätze der Wissenschaftsforschung vorgestellt. Diese werden anhand von aktuellen Entwicklungen sowie ausgewählten wissenschaftlichen Texten und Videos diskutiert und gemeinsam erarbeitet.

Assessment and permitted materials

Mindestanforderung für die positive Beurteilung sind:
a) Vorbereitung der Pflichttexte und Videos, inkl. Fragen oder Kurzstatements im Moodle-Forum
b) Aktive Mitarbeit im Seminar
c) Aktive Teilnahme an mindestens einer Workshopeinheit
d) Abschlusstest: In der letzten Einheit wird es einen Test zu den im UK unterrichteten Lehrinhalten geben. Der Test umfasst kürzere Wissensfragen, z.B. zu diskutierten zentralen Konzepten, sowie eine längere Essayfrage. Bei letzterer geht es darum, die gelernten Konzepte im Kontext eines längeren Arguments anzuwenden.

Minimum requirements and assessment criteria

Zusammensetzung der Gesamtnote

Jede Teilleistung wird selbstständig nach einem Punktesystem von insgesamt 100 Punkten bewertet. Die maximal erhältliche Anzahl von Punkten für die jeweiligen Aufgaben ist:

Vorbereitung der Pflichttexte und Videos: 20 Punkte, individuell bewertet, Feedback auf Nachfrage;
Aktive Mitarbeit im Seminar: 20 Punkte, individuell bewertet, Feedback auf Nachfrage;
Aktive Teilnahme an den Workshopeinheiten: 20 Punkte, als Gruppenarbeit bewertet, Feedback in Lehrveranstaltung;
Abschlusstest: 40 Punkte, individuell bewertet, Feedback auf Nachfrage;

Anwesenheit, Pünktlichkeit in der Abgabe von Leistungen und die Einhaltung akademischer Standards werden vorausgesetzt, können sich aber im Fall der Nicht-Einhaltung negativ auf die Gesamtnote auswirken. Für eine positive Benotung sind insgesamt mindestens 50 Punkte erforderlich.

Notentafel
100-87 Punkte Sehr Gut (1)
86-75 Punkte Gut (2)
74-63 Punkte Befriedigend (3)
62-50 Punkte Genügend (4)
49-0 Punkte Ungenügend (5) (nicht bestanden)

Wichtige Informationen zur Beurteilung
Wenn nicht explizit anders vermerkt, ist die Erbringung aller Teilleistungen Voraussetzung für eine positive Beurteilung. Werden einzelne verpflichtend vorgesehene Teilleistungen nicht erbracht, gilt die Lehrveranstaltung als abgebrochen. Falls dem Nichterbringen der Leistung kein wichtiger und unvorhersehbarer Grund auf Seiten des*der Studierenden zu Grunde liegt, wird die LV negativ beurteilt. Bei Vorliegen eines solchen Grundes (etwa einer längeren Erkrankung) kann der*die Studierende auch nach Ablauf der Frist von der LV abgemeldet werden. Über das Vorliegen eines wichtigen Grundes entscheidet die Lehrveranstaltungsleitung. Der Antrag auf Abmeldung ist unverzüglich nach Eintreten des Grundes zu stellen.
Wurde eine Teilleistung erschlichen, d.h. etwa bei einer Prüfung oder einem Test geschummelt, bei einer schriftlichen Arbeit plagiiert oder Unterschriften auf Anwesenheitslisten gefälscht, wird die gesamte Lehrveranstaltung als ‘nicht beurteilt’ gewertet und mit dem Vermerk ‘geschummelt/erschlichen’ in das Notenerfassungssystem eingetragen.

Anwesenheit
Es herrscht Anwesenheitspflicht. Es dürfen höchstens zwei Seminareinheiten (4h) versäumt werden. Darüber hinausgehende Abwesenheiten können bis zu einer Gesamtsumme von maximal 8 Stunden durch mit der Lehrveranstaltungsleitung zu vereinbarende Zusatzleistungen und/oder Berücksichtigungen in der Note (Punktabzug) ausgeglichen werden. Die Entscheidung darüber trifft die Lehrveranstaltungsleitung.

Bei Abwesenheiten von mehr als acht Stunden oder falls die Lehrveranstaltungsleitung bei Abwesenheiten über vier Stunden einem Ausgleich nicht zustimmt, kann die Lehrveranstaltung nicht mehr positiv absolviert werden und ist negativ zu beurteilen. Eine Ausnahme von dieser Regelung ist zu gewähren, falls auf Seiten des*der Studierenden ein wesentlicher und unvorhersehbarer Grund für die Nicht-Teilnahme vorliegt. Dieser ist von der*dem Studierenden glaubhaft nachzuweisen. Bei Vorliegen eines solchen Grundes wird der*die Studierend ohne Note vom Kurs abgemeldet. Die Entscheidung darüber trifft die Lehrveranstaltungsleitung.

Examination topics

Reading list


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Last modified: Mo 02.09.2019 14:28