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240021 VS In dialogue with objects. Make Material and digital objects speak (3.2.4) (2018W)

Continuous assessment of course work

Anwesenheitspflicht in der ersten Einheit

Details

max. 40 participants
Language: German

Lecturers

Classes (iCal) - next class is marked with N

7. und 8. November 2018 Teilnahme an der Konferenz "Humain Remains"

Thursday 11.10. 09:45 - 11:15 Übungsraum (A414) NIG 4. Stock
Thursday 18.10. 09:45 - 13:00 Übungsraum (A414) NIG 4. Stock
Thursday 25.10. 09:45 - 13:00 Seminarraum A, NIG 4. Stock
Monday 05.11. 11:30 - 14:45 Hörsaal C, NIG 4. Stock
Thursday 15.11. 09:45 - 13:00 Seminarraum A, NIG 4. Stock
Thursday 06.12. 09:45 - 13:00 Seminarraum A, NIG 4. Stock
Thursday 13.12. 09:45 - 13:00 Seminarraum A, NIG 4. Stock
Thursday 17.01. 09:45 - 13:00 Übungsraum (A414) NIG 4. Stock

Information

Aims, contents and method of the course

Objekte können wie tot sein. Sie lagern irgendwo, werden vielleicht sogar ausgestellt. Aber sie bleiben unverständlich oder unzugänglich. Dabei können Objekte ähnlich wie Interviews, Feldforschungen Menschen wieder eine Stimme geben. Die Objekte (wieder) zum Sprechen zu bringen ist das Ziel dieses Vorlesungsseminars.
Ethnographische Objekte oder Daten können viele Formen haben. Manchmal werden sie zu materialisierter Kultur. Sie landen als Objekte im Museum, Archiv oder in digitaler Form auf Datenspeichern. Gelegentlich werden sie vielleicht ausgestellt oder die Daten weitergenutzt. Doch oft verändert sich ihre Nutzung, ihre Bedeutung oder ihren Wert. Manchmal werden sie auch zu „Objekten ohne Geschichte“. Das kann am Forschungsdesign, am zeitlichen Abstand, an den institutionellen oder materiellen Bedingungen etc. liegen. Welchen Nutzen haben rezente und historische Objekte und Daten in dieser Form? Wie kann man sie wieder zum Sprechen bringen? Wie können sie wieder genutzt werden? Und wie können sie sinnvoll für die Nachwelt, andere Forschende oder für die beforschten indigenen Communities weiterbenutzt werden? Lässt sich Zusammenhang deuten, nutzen oder zu einer neuen Forschung ausbauen? Wie können Sammlungen, Archive, aber auch laufende Forschungen auch sinnvoll für Ausstellungen genutzt werden?
Besonders interessant werden diese Fragen unter besonderer Berücksichtigung von Digitalisierung von Sammlungsethik (z. B. sensible Objekte, kolonialer bzw. Gewaltkontext des Sammlungsgutes, Umgang mit menschlichen Überresten), Reziprozität, Rechte und Ethik. Dafür wird mit zahlreichen praktischen Beispielen aus der archivarischen und museologischen Praxis aus
a) der Institutssammlung,
b) dem laufenden Forschungsprojekt Ethnographische Datenarchivierung und
c) Wiener medizinhistorischen Sammlungen
gearbeitet.
Im besten Fall sind Objekte und Daten mehr als bloße „Unterfütterung“ von Forschungen, sondern Teil von ethnographischen Fragestellungen am Objekt selbst. Im Rahmen dieses VS wird die Arbeit mit Objekten und Daten ausprobiert, diskutiert und geübt.
Lehrziel:
Eingehende Beschäftigung mit zentralen theoretischen und grundlegenden, ethnographischen und mikroanalytischen Texten zum Thema. Auseinandersetzung mit Interpretationen und Kontroversen zum Thema, unter Einbeziehung visueller Medien und anderer multimedialer Materialien.

Methoden:
Vorträge, Gastvorträge, Exkursion in die Institutssammlung und in den Wiener Narrenturm und die Ausstellung „Krieg“ im NHM

Assessment and permitted materials

Erarbeitung der Grundlagenliteratur (Exzerpt/Synopse) (25 Punkte)
Referat (50 Punkte)
Seminararbeit (100 Punkte)
Mitarbeit (25 Punkte)

Minimum requirements and assessment criteria

Erarbeitung der Grundlagenliteratur (Exzerpt/Synopse) (25 Punkte)
Referat (50 Punkte)
Seminararbeit (100 Punkte)
Mitarbeit (25 Punkte)

Examination topics

LV-Inhalt

Reading list

wird in der ersten LV bekanntgegeben

Association in the course directory

Last modified: Mo 04.02.2019 12:28