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240025 VS For ever young? How concepts of health and body mold our cultural identity (3.2.5) (2019S)

Continuous assessment of course work

Anwesenheitspflicht in der ersten Einheit!

Registration/Deregistration

Note: The time of your registration within the registration period has no effect on the allocation of places (no first come, first served).

Details

max. 40 participants
Language: German

Lecturers

Classes (iCal) - next class is marked with N

Wednesday 06.03. 11:30 - 13:00 Seminarraum A, NIG 4. Stock
Wednesday 20.03. 11:30 - 14:45 Hörsaal C, NIG 4. Stock
Wednesday 03.04. 11:30 - 14:45 Seminarraum A, NIG 4. Stock
Wednesday 08.05. 11:30 - 14:45 Seminarraum A, NIG 4. Stock
Wednesday 29.05. 11:30 - 14:45 Seminarraum A, NIG 4. Stock
Wednesday 05.06. 11:30 - 14:45 Seminarraum A, NIG 4. Stock
Wednesday 26.06. 11:30 - 14:45 Übungsraum (A414) NIG 4. Stock

Information

Aims, contents and method of the course

Lehrziele
Erlangen von theoretischem Wissen auf dem Gebiet der Ethnomedizin und Medical Anthropology, sowie Theorien zu embodiment, Ritualen, Identität und Geschlechterverhältnis . Im Zusammenspiel von konkreten Lebensbedingungen (sprich: Alltagswelt) und sozialer Konstruktion manifestiert sich der Wandel personaler, geschlechtsspezifischer und kollektiver Körperbilder, Ernährungsgewohnheiten und Gesundheitsbewusstsein. In diesem Sinne will die LV den konstruktivistischen Charakter dieser Begrifflichkeiten aufzeigen. Außerdem zielt die LV darauf ab, den Studierenden ein differenziertes Verständnis hinsichtlich der Interdependenz von Körpervorstellungen, Geschlechteridentitäten und Gesundheits- / Krankheitskonzepten zu vermitteln.
Lehrinhalte
Die Medizinethnologie befasst sich mit der sozialen und kulturellen Dimension von Gesundheit, Krankheit und Medizin – oder anders ausgedrückt – mit der kulturellen Konstruktion von Krankheit, sowie mit den jeweiligen gesellschaftlichen Reaktionen darauf. Medizinische Systeme können daher als kulturelle Systeme gesehen werden, ebenso wie Sprache oder Verwandtschaft: Sie verändern sich entsprechend den Bedürfnissen ihrer Mitglieder und beugen sich den sozialen Normen. Die soziale Normierung manifestiert sich in den Formen der Ruhe und der Bewegung des Körpers gleichermaßen und äußert sich in Körperhaltung, Körperpflege, Körperschmuck oder Ernährungsweise im jeweiligen kulturellen Kontext. D.h. die Wechselwirkung von symbolischer und konkreter Ordnung ist auch in unseren Körpern 'eingeschrieben' und Teil des Identitätsbildungsprozesses.
In den westlichen Gesellschaften hat die Bedeutung des Normalen in den letzten hundert Jahren rapide zugenommen - sie werden daher mit Recht als Normalisierungsgesellschaften angesehen, denn Norm spielt in ihnen sowohl eine stützende als auch disziplinierende Rolle: "Schön, fit, erfolgreich" ist im 'Westen' die 'Wunder-Trias' gegen Alter, Krankheit, Tod. Letzterer wird negiert, ins medizinische 'Abseits' gestellt.
Indigene Gesellschaften haben hingegen meist andere Vorstellungen von Körper, Gesundheit / Krankheit und Tod. Dabei erhebt sich auch die Frage in wieweit (Nicht)Initationsriten in den jeweiligen Gesellschaften bei der Bewältigung von Sterben eine Rolle spielen (können). Die Lehrveranstaltung beschäftigt sich mit eben diesen Begrifflichkeiten im Spannungsfeld von emischen Vorstellungen und westlicher Denkweise.
Lehrmethoden
In dem VS werden sowohl die oben beschriebenen Inhalte der LV präsentiert und diskutiert als auch zur deren Vertiefung Fallbeispiele präsentiert. Themen fokussiert werden die jeweiligen Einheiten gestaltet. Anhand von Pflichtliteratur (theoretische Basis –Literatur) wird der kultur- und sozialanthropologische Bezugs-Rahmen hergestellt. Diese und andere Lernunterlagen werden auf der Lernplattform MOODLE zur Verfügung gestellt.
Die LV-Struktur setzt sich zusammen aus:
• Theoretischem / methodischem Input der LV-Leiterin
• (Re)präsentation von Bildmaterial und visuellen Medien (Film / Videos, Foto-Serien) zum oben vorgestellten Themenkomplex
• PowerPoint-gestütztem Vortrag
• Wahlmöglichkeit zwischen theoretischem oder praktischem Input der Studierenden
• Diskussion von Basistexten (zur visuellen Anthropologie / Media Anthropology, Ethnomedizin / Medizinethnologie / Medical Anthropology)
• Diskussion der auftretenden Probleme und Fragestellungen
• Text-Referate der Studierenden
• PP gestützte Reflexionen der Studierenden zur VS-Thematik

Assessment and permitted materials

Kontinuierliche Anwesenheit
Aktive Beteiligung an den Diskussionen der LV
Lesen, Bearbeiten und Diskutieren der zu einem Reader zusammengestellten Pflichtliteratur (3-4 Basistexte pro Einheit zu den in der LV erläuterten Begriffen und Diskursen)
Text-Referate der Studierenden
Wahlweise individuelle oder Gruppenpräsentationen zu den jeweiligen Themenfeldern
Wahlweise visuelle oder schriftliche SE-Arbeit
Anmerkungen:
Die Pflichtliteratur wird in Form eines Readers zusammengestellt und durch PDFs (= virtueller Reader) auf der Lernplattform ergänzt.

Minimum requirements and assessment criteria

Kontinuierliche Anwesenheit (1x unentschuldigtes Fernbleiben wird toleriert, alle weiteren nur mit ärztlichem Attest) = Vorraussetzung für eine positive Beurteilung
Kenntnis der Basistexte (Reader-Literatur) inkl. Text-Referat: 20%
Aktive Beteiligung an den Diskussionen auf Basis eines Bonus-/Malus-Systems 10%
Mündliche Präsentation: 20%
Schriftliche oder visuelle SE-Arbeit: 50%
Letzter Abgabetermin: 15.8.2019

Examination topics

-> Leistungskontrolle

Reading list

ACHTUNG: DIE EINGEREICHTE PFLICHT-LITERATUR WIRD IN DER ERSTEN LV BEKANNT GEGEBEN & ALS READER AUF MOODLE GESTELLT.

Association in the course directory

Last modified: Mo 07.09.2020 15:39