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240038 VO Introduction to the Anthropology of the Middle East (2021S)

REMOTE

Die Lehrveranstaltungsleitung kann Studierende zu einem notenrelevanten Gespräch über erbrachte Teilleistungen einladen.
Plagiierte oder erschlichene Teilleistungen führen zur Nichtbewertung der Lehrveranstaltung (Eintragung eines 'X' im Sammelzeugnis). Es kommt die Plagiatssoftware (‘Turnitin') zum Einsatz.

Registration/Deregistration

Note: The time of your registration within the registration period has no effect on the allocation of places (no first come, first served).

Details

Language: German

Examination dates

Lecturers

Classes

Die LV startet digital und wird, wenn es die Covid-Bestimmungen wieder zulassen, auf Vor-Ort bzw. hybrid umgestellt.
Informationen zu den Räumlichkeiten erfolgen rechtzeitig.

DI 02.03.2021 11.30-13.00 digital
DI 09.03.2021 11.30-13.00 digital
DI 16.03.2021 11.30-13.00 digital
DI 23.03.2021 11.30-13.00 digital
DI 13.04.2021 11.30-13.00 digital
DI 20.04.2021 11.30-13.00 digital
DI 27.04.2021 11.30-13.00 digital
DI 04.05.2021 11.30-13.00 digital
DI 11.05.2021 11.30-13.00 digital
DI 18.05.2021 11.30-13.00 digital
DI 01.06.2021 11.30-13.00 digital
DI 08.06.2021 11.30-13.00 digital
DI 15.06.2021 11.30-13.00 digital
DI 22.06.2021 11.30-13.00 digital
DI 29.06.2021 11.30-13.00 digital


Information

Aims, contents and method of the course

Lehrinhalte und Lehrziele

Gegenstand dieser Einführungsvorlesung ist die Vermittlung von kultur- und sozialanthropologischem Basiswissen zur Region des Nahen Ostens unter besonderer Berücksichtigung sprachlicher, religiöser und genealogischer Diversität. Die Studierenden sollen mit den wichtigsten sozialanthropologischen Konzepten der Nahostethnologie vertraut gemacht werden sowie einen Überblick über Fachgeschichte, Forschungsstand, Literatur und rezente Problemstellungen bekommen.

Die wöchentlich stattfindenden (zweistündigen) Vorlesungseinheiten orientieren sich entlang folgender Themenblöcke:
* Kulturgeschichtliche und landeskundliche Betrachtungsweisen
* Sprachliche Segmentierungen, Dialekte und Schriftarten
* Wirtschaftsethnologische Fragestellungen und Theorienbildung zum Nomadismus
* Ethnosoziologische Aspekte: Tribale Segmentierungen, Heiratsallianzen und strukturelle Amnesie
* Adoption, Milchverwandtschaft und genealogische Zugehörigkeiten durch Wiedergeburt
* Rechtspluralismus: Islamisches Recht vs. Staatliches Recht vs. Gewohnheitsrecht
* Lokalkulturelle Strategien und Rituale der Konfliktlösung: Eidesleistungen, Vermittler und Schiedsverfahren
* Reinheit und Gefährdung: Zum Phänomen der Dschinn
* Buchreligionen im Spannungsfeld zur Häresie: Great tradition vs. little tradition am Beispiel des lokalkulturellen Pilgerwesens
* Islamische Glaubensdoktrin und sozialanthropologische Perspektiven
* Rituelle Identitäten: Sufismus, Sufi-Orden und Bruderschaften
* Religiöse Minderheiten: Zwölferschiiten, Ismailiten, Drusen, Alawiten, Aleviten, Ibaditen und Jeziden
* Panarabismus vs. Panislamismus: Rezente politische Auseinandersetzungen am Beispiel der Arabischen Republik Syrien
* Methodologische Perspektiven: Der Nahe Osten als ethnologisches Untersuchungsfeld

Methode und didaktische Bemerkungen

Zu jeder Vorlesungseinheit werden den Studierenden umfassende Materialien (PP-Folien ggf. mit eingebetteten Audiodateien, ausgewählte Texte, Links zu ethnographischen Filmen sowie themenzentrierte Literaturlisten) zur Verfügung gestellt. Anthropologische Modelle werden anhand konkreter Beispiele aus der ethnologischen Feldforschungspraxis expliziert.

Assessment and permitted materials

Digitale schriftliche Prüfung über den gesamten Vorlesungsstoff.

Die Prüfung wird im Open Book Format stattfinden, d.h. es können alle Hilfsmittel verwendet werden. Grundsätzlich besteht die Prüfung aus zwei Teilen: Einerseits werden fünf Fragen gestellt, die via Prüfungsmoodle innerhalb einer Stunde zu beantworten bzw. hochzuladen sind (digitale schriftliche Prüfungen mit offenen Fragen, die direkt in Moodle bearbeitet werden). Andererseits wird die Abgabe eines Essays verlangt, das – ähnlich einer Seminararbeit – in aller Ruhe ausgearbeitet werden kann und dessen genaue Themenstellung frei wählbar ist. Das Essay sollte bestimmte Vorlesungsinhalte vertiefen und sich zumindest mit einem Werk (Artikel oder Buchteil) aus der Vorlesungsliteratur näher auseinandersetzen.

Bitte beachten Sie, dass das Essay bis zum Prüfungstermin in eigenständiger Arbeit verfasst werden soll und dass die Prüfungszeit nicht dafür ausgelegt ist, dieses im Rahmen der Prüfung zu schreiben bzw. zu finalisieren!

Minimum requirements and assessment criteria

Teil 1: Erläuterungsfragen

Jede der fünf Prüfungsfragen kann in wenigen Sätzen bzw. stichwortartig beantwortet werden (100 – max. 200 Wörter pro Frage). Prüfungsstoff ist alles, was in der Vorlesung besprochen wurde. Zur Prüfungsvorbereitung dienen die Materialien (Folien, Handouts) auf der Moodle-Plattform.

Teil 2: Essay

Die konkrete Aufgabenstellung lautet:
Formulieren Sie ein Thema bzw. eine Forschungsfrage, die thematisch auf die Vorlesungsinhalte Bezug nimmt. Bearbeiten Sie Ihre Forschungsfrage anhand der Vorlesungsliteratur (Artikel, Bücher oder Buchteile auf Moodle bzw. die auf den Folien und Handouts angegebene weiterführende Literatur). Darüber hinaus können Sie auch alle anderen Materialien auf der Moodle-Plattform (Folien, Handouts etc.) verwenden und eigene Recherchen anstellen.

Hinweise zur inhaltlichen Gestaltung:
• Setzen Sie sich in Ihrem Essay zumindest mit einem Artikel (Buch oder Buchteil) der Vorlesungsliteratur näher auseinander.
• Die Forschungsfrage kann sich auch auf die Bedeutung eines Werkes für bestimmte Forschungsthemen aus der Nahostethnologie beziehen und Rezensionscharakter haben (z.B.: das Werk von „XY“ und seine Bedeutung für das Thema „Z“).
• Falls Sie sich zu einer Rezension entschließen, fassen Sie bitte die Inhalte des Buches, des Buchteils oder des Artikels kurz zusammen. Gerne können auch zwei oder mehrere Werke diskutiert werden.
• Vergessen Sie nicht auf entsprechende Quellenangaben. Die Zitationsweise ist frei wählbar, sollte jedoch innerhalb des Essays einheitlich gestaltet werden.
• Machen Sie deutlich, welche Informationen aus der Literatur stammen und was eigene Schlussfolgerungen sind.
• Das Essay bzw. die Rezension ist selbstständig und ohne Hilfe Dritter zu schreiben, es gelten die Regeln der guten wissenschaftlichen Praxis.
• Das Essays bzw. die Rezension sollte den Gesamtumfang von ca. 1.500 Wörtern nicht übersteigen (inkl. Literaturverzeichnis).

Hinweise zur Essayabgabe:
Das Essay sollte zeitgerecht vor dem Prüfungsantritt fertiggestellt sein und wird gemeinsam mit dem Prüfungsbogen hochgeladen. D.h. es wird am Prüfungsbogen eine „sechste Frage“ (Prüfungsaufgabe) geben, in der Sie aufgefordert werden, das von Ihnen verfasste Essay dort einzufügen (Copy --> Paste).
Für jede der fünf Erläuterungsfragen können max. 10 Punkte erreicht werden (insgesamt: 50 Punkte). Für das Essay können ebenso max. 50 Punkte erreicht werden.
Im Rahmen der Gesamtbeurteilung werden die erreichten Punkte der beiden Prüfungsteile addiert, wobei der Benotung folgender Beurteilungsschlüssel zugrunde liegt:

100 – 91 Punkte: Sehr gut
90 – 76 Punkte: Gut
75 – 61 Punkte: Befriedigend
60 – 51 Punkte: Genügend
50 oder weniger Punkte: Nicht genügend.

Mindestanforderung für einen positiven Prüfungsabschluss ist das Erreichen von zumindest 51 Punkten.

Examination topics

Prüfungsstoff sind alle Themen und Inhalte, die in der Vorlesung behandelt werden sowie die damit in Verbindung stehende Literatur (siehe Moodle).

PRÜFUNGSTERMINE

1. Prüfungstermin: 29. Juni 2021, 11:30 – 12:30.
Anmeldung via u:space; der Prüfungsbogen kann auf dem Prüfungsmoodle ab 11:30 heruntergeladen werden und muss bis 12:30 wieder hochgeladen werden.

2. Prüfungstermin: Ende September bzw. Anfang Oktober 2021

3. Prüfungstermin: Ende November bzw. Anfang Dezember 2021

4. Prüfungstermin: Ende Jänner 2022

PRÜFUNGSSUPPORT

Bei Fragen zur Prüfung wenden Sie sich an den LV-Leiter (gebhard.fartacek@univie.ac.at) und bei technischen Problemen telefonisch an Alexander Meitz, 0043 1 4277 49155

Reading list

Batrouney, Trevor & Boos, Tobias & Escher, Anton & Paul Tabar (eds.) 2014: Palestinian, Lebanese and Syrian Communities in the World: Theoretical frameworks and empirical studies. Heidelberg: Winter-Verlag.

Binder, Susanne & Gebhard Fartacek (Hg.) 2017: Facetten von Flucht aus dem Nahen und Mittleren Osten. Wien: Facultas-Verlag.

Dostal, Walter (Hg.) 2006: Tribale Gesellschaften der südwestlichen Regionen des Königreiches Saudi Arabien. ÖAW-Verlag: Wien.

Dostal Walter & Wolfgang Kraus (ed.) 2005: Shattering Tradition: Custom, Law and the Individual in the Muslim Mediterranean. I. B. Tauris: London.

Ende, Werner & Udo Steinbach (Hg.) 1984: Der Islam der Gegenwart. München.

Endreß, Gerhard1997: Der Islam. Eine Einführung in seine Geschichte. München: Beck

Fartacek, Gebhard 2010: Unheil durch Dämonen? Geschichten und Diskurs über das Wirken der Ğinn. Eine sozialanthropologische Spurensuche in Syrien. Wien: Böhlau-Verlag.

Fartacek, Gebhard 2011: „Kullnā miṯl baʿḍ!“ Heilige Orte, ethnische Grenzen und die Bewältigung alltäglicher Probleme in Syrien. In: Anthropos106.2011: 3-19.

Fartacek, Gebhard 2015: Bemerkungen zum Nahen Osten als ethnographisches Untersuchungsfeld. In: Journal of Audio-Visual Research –Jahrbuch des Phonogrammarchivs Nr. 6, S. 27-50.

Fartacek, Gebhard & Lorenz Nigst 2016: Conforming to and Breaking with Social Norms: Two Contrary Modes of baraka. In: Beiruter Texte und Studien (BTS), Band 122 (Special Issue edited by Ines Weinrich: Performing Religion: Actors, contexts, and texts. Case studies on Islam), S. 53–74.

Gellner, Ernest 1969: Saints of the Atlas. London.

Ginat, Joseph 2009. Bedouin Bisha ́h Justice. Ordeal by Fire. Brighton/Portland: Sussex Academic Press.

Halm, Heinz 1982: Die islamische Gnosis: Die extreme Schia und die Alawiten. Zürich, München: Artemis & Winkler Verlag.

Halm, Heinz 1988: Die Schia.Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft.

Heine, Peter 1989: Ethnologie des Nahen und Mittleren Ostens. Eine Einführung. Dietrich Reimer Verlag: Berlin.

Hashemi, Nader & Danny Postel (eds) 2017: Sectarianization. Mapping and the New Politics of the Middle East. London: Hurst & Company.

Hinnebusch, Raymond & Omar Imady (eds.) 2018. The Syrian Uprising. Domestic Origins and Early Trajectory. London: Routledge.

Kerr, Michael & Craig Larkin (eds.) 2015: The Alawis of Syria: War, Faith and Politics in the Levant. London: Hurst & Company.

Kraus, Wolfgang 2004: Islamische Stammesgesellschaften. Tribale Identitäten im Vorderen Orient in sozialanthropologischer Perspektive. Böhlau: Wien.

Kriss, Rudolf & Hubert Kriss-Heinrich1960: Volksglaube im Bereich des Islam. Bd. 1: Wallfahrtswesen und Heiligenverehrung. Wiesbaden: Harrassowitz.

Kriss, Rudolf & Hubert Kriss-Heinrich 1962: Volksglaube im Bereich des Islam. Bd. 2: Amulette, Zauberformeln und Beschwörungen. Wiesbaden: Harrassowitz

Loeffler, Reinhard 1988: Islam in Practice. New York.

Müller, Hannelore 2009: Religionen im Nahen Osten. Band 1. Wiesbaden: Harrassowitz.

Müller, Hannelore 2015: Religionen im Nahen Osten. Band 2. Wiesbaden: Harrassowitz.

Paret Rudi 1991: Mohammed und der Koran. Stuttgart: Kohlhammer.

Paret, Rudi 1983: Der Koran. Übersetzung von Rudi Paret. Stuttgart: Kohlhammer.

Paret, Rudi 1981: Der Koran. Kommentar und Konkordanz von Rudi Paret. Stuttgart: Kohlhammer.

Pinto, Paulo G. 2007: Pilgrimage, Commodities, and Religious Objectification: The Making of Transnational Shiism between Iran and Syria. In: Comparative Studies of South Asia, Africa and the Middle East, Vol. 27, No 1, 2007, pp. 109-125.

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Last modified: Tu 14.09.2021 12:09