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240226 VO EC-Advanced Module VO Particular Questions of Gender Studies in Cultural Studies (3 ECTS) (2021S)

REMOTE

Weitere Prüfungstermine im Sommersemester 2022 auf Anfrage unter spl.genderstudies@univie.ac.at

Registration/Deregistration

Note: The time of your registration within the registration period has no effect on the allocation of places (no first come, first served).

Details

max. 64 participants
Language: German

Examination dates

Lecturers

Classes

Die Lehrveranstaltung wird digital abgehalten:

DI 02.03.2021 15.00-18.15
DI 16.03.2021 15.00-18.15
DI 13.04.2021 15.00-18.15
DI 27.04.2021 15.00-18.15
DI 11.05.2021 15.00-18.15
DI 08.06.2021 15.00-18.15
DI 22.06.2021 15.00-18.15


Information

Aims, contents and method of the course

Gender Studies sind ein Forschungsfeld, das sich mit der Bedeutung von geschlechtlichen in Wechselwirkung mit unter anderem sozialen, ethnisierten, rassifizierten, kulturellen und sexuellen Differenzierungsprozessen in Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft beschäftigt. Entsprechend ist die Geschlechterforschung heute ein unverzichtbarer Bestandteil kulturwissenschaftlichen Forschung, während sie umgekehrt teilweise gerade aus den Kulturwissenschaften hervorgegangen ist. So gibt es ein weites Feld an Überschneidungen, an gemeinsamen theoretischen Vorannahmen und Überzeugungen, an Themenfeldern zwischen Gender-Forschung und Kulturwissenschaften beziehungsweise den Cultural Studies. Was insbesondere letztere, also die Cultural Studies, mit den Gender Studies eint, ist die politische Perspektive: Kultur wird hier als ein Feld von Machtbeziehungen verstanden, in dem es um die Grenzziehung zwischen Selbst und ‘Anderem‘ geht. Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem Zusammenhang von Bedeutungsproduktion mit Macht- und Herrschaftsverhältnissen. Denn das Selbstverständnis der Cultural Studies wie auch der Gender Studies ist nicht allein wissenschaftliche Analysen, sondern Gesellschaftskritik zu betreiben. Das heißt, es geht um die Betrachtung von symbolischen Ordnungen, Repräsentationen innerhalb gegebener Macht- und Herrschaftsstrukturen und Repräsentationsregimen.
Die Vorlesung geht den Zusammenhängen von Machtbeziehungen und Bedeutungsproduktion anhand Fragen der Darstellung und des Erzählens nach. Sie beleuchtet die Grundlagen und wichtige Vertreter:innen der Repräsentationskritik in den Cultural Studies wie auch in der feministischen Filmtheorie und verknüpft diese mit Konzeptionen von Geschlecht als (Selbst-)Repräsentation sowie als performativen Akt. Fragen, welche die VO aufwirft sind unter anderem: Welche (Geschlechter) werden in welchen Medien und Diskursen mit welchen Mitteln in welchem Interesse wie dargestellt? Wie werden Unterschiede hervorgebracht beziehungsweise wie funktionieren Prozesse des ‚Othering‘? Welche Geschichten werden (über Geschlechter) erzählt? Welche können erzählt werden? Welche Möglichkeiten der Veränderung hegemonialer Darstellungsformen gibt es?

Lehrmethoden:
Vortrag, gemeinsames Diskutieren und Reflektieren des mündlichen Vortrags (diskursive Wissensproduktion) - auch anhand von (Bild)Material, Eigenstudium, Übungen.

Assessment and permitted materials

schriftliche Prüfung

Minimum requirements and assessment criteria

Notenschlüssel:
Sehr gut: 20-17,6 Punkte
Gut: 17,5-15,1 Punkte
Befriedigend: 15-12,6 Punkte
Genügend: 12,5-10,1 Punkte
Ungenügend: 10-0 Punkte

Die Höchstpunktezahl 20 ergibt sich aus folgendem Schema:
+ Formale Kriterien (Aufbau, Umfang, Genauigkeit, Sprachliche Qualität): max. 2 Punkte
+ Inhaltliche Kriterien (Vollständigkeit der Beantwortung, Literaturbezüge, Kenntnis der VO-Inhalte): max. 10 Punkte
+ Wissenschaftlichkeit und Originalität (Argumentation, Innovation, Wissenschaftlichkeit, Logik): max. 8 Punkte

Examination topics

Inhalte der LV

Reading list

Butler, Judith (1990): Gender Trouble. Feminism and the Subversion of Identity. New York: Routledge; dt von Kathrina Menke (1991): Das Unbehagen der Geschlechter. Frankfurt a. M.: Suhrkamp.
--- (1993): Bodies that Matter. On the Discursive Limits of Sex. New York: Routledge; dt von Karin Wördemann (1995): Körper von Gewicht. Die diskursiven Grenzen des Geschlechts. Berlin: Berlin-Verlag.
de Lauretis, Teresa (1984): Alice Doesn’t. Feminism Semiotics Cinema. London: McMillan
---- (1987): Technologies of Gender. Essays on Theory, Film, and Fiction. Bloomington and Indianapolis: Indiana University Press
Hall, Stuart (1997): Representation. Cultural Representations and Signifying Practices. London, Thousand Oaks: Sage
Haraway, Donna (1985): Simians, Cyborgs, and Women. The Reinvention of Nature. London: Routledge; dt. (1995) von Dagmar Fink et al.: Die Neuerfindung der Natur. Primaten, Cyborgs und Frauen. Hg. und eingeleitet von Carmen Hammer und Immanuel Stieß. Frankfurt/Main, N.Y.: Campus
Hepp, Andreas; Krotz, Friedrich und Tanja Thomas (Hg:innen) (2009): Schlüsselwerke der Cultural Studies. Wiesbaden: VS
McRobbie, Angela (2005): The Uses of Cultural Studies. A Textbook. London, Thousand Oaks: Sage
Schaffer, Johanna (2008): Ambivalenzen der Sichtbarkeit. Über die visuellen Strukturen der Anerkennung. Bielefeld: transcript
Trinh T. Minh-ha (1986/87): Difference: A Special Third World Women Issue. Discourse. 8, 11-38.
---- (1989): Woman, Native, Other. Writing Postcolonialty and Feminism. Davis: University of California Press

Association in the course directory

Last modified: We 07.07.2021 16:09