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240236 VU VU topics (2017W)

Lecture Series & Workshops

Continuous assessment of course work

Bitte wenden Sie sich in allen organisatorischen Angelegenheiten, wie An- und Abmeldung zur Lehrveranstaltung etc., an die StudienServiceStelle Gender Studies (spl.genderstudies@univie.ac.at).

Registration/Deregistration

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Details

max. 120 participants
Language: German

Lecturers

Classes


wöchentlich ab 20.03.2017 / 18.30 Uhr
Dachgeschoß im Juridicum, Schottenbastei 10-16, 1010 Wien

Vorträge:
10.10.2017 Elisabeth Holzleithner, Einführung

24.10.2017 'Die Frau ist frei geboren' Feministische Perspektiven in der Rechtsphilosophie
Prof. Dr. Friederike Wapler, Lehrstuhl für Rechtsphilosophie und öffentliches Recht, Universität Mainz,

07.11.2017 'Frauenrechte als Menschenrechte'
Univ.Prof. Dr. Silvia Ulrich, Institut für Legal Gender Studies, Universität Linz

21.11.2017 'Geschlechterdiskriminierung im Europarecht in Gemengelagen mit anderen Gründen'
Prof. Dr. Christa Tobler, Europainstitut, Universität Basel und Universität Leiden

05.12.2017 'Flucht in die Kategorie: Gender und sexuelle Orientierung im Flüchtlingsrecht'
Mag. Ines Rössl und Mag. Petra Sußner

09.01.2017 'Wie soll die Handlungsmacht von JuristInnen beschaffen sein? Gedanken zu gendersensiblen Strukturen der Rechtsfindung'
Univ.Prof. Dr. Nikolaus Benke, Institut für römisches Recht und antike Rechtsgeschichte, Universität Wien

ZWISCHENTERMINE: jeweils in Seminarräumen im Juridicum
Dienstag, 17.10. Sem 61
Dienstag, 31.10. Sem 61
Dienstag, 14.11. Sem 64
Dienstag, 28.11. Sem 61
Dienstag, 12.12. Sem 44

PRÜFUNG
Dienstag, 23.01.2018 - Dachgeschoß


Information

Aims, contents and method of the course

Die Benachteiligung aufgrund des Geschlechts war nie bloß ein soziales Phänomen. Vielmehr wurde (und wird) sie durch Recht normativ abgesichert und „legitimiert“. Schon aus diesem Grund musste eine Politik der Geschlechtergleichstellung immer auch Rechtspolitik sein, ging es doch darum, rechtliche Benachteiligungen abzubauen und im Weiteren das Recht als Medium zur Gleichstellung einzusetzen. Schließlich ist Recht ein bedeutendes Mittel zur Steuerung der Gesellschaft; es ist demokratisch legitimiert, auf die Einhaltung der Menschenrechte verpflichtet und wird in institutionalisierter Weise durchgesetzt.

Die Vorträge der Ringvorlesung widmen sich der Frage, ob solche Hoffnungen berechtigt sind. Dabei wird zunächst ideengeschichtlich angesetzt: Im Rahmen einer umfassenden Geschlechterhierarchie wurde „Frau sein“ zunächst gar nicht als mit der aufklärerischen Idee freier Entfaltung vereinbar gesehen – unter Berufung auf die Natur der Geschlechter ebenso wie auf die ihnen zugeschriebenen typischen Räume, Öffentlichkeit und Privatheit. Diese Dichotomie ist auch ein zentraler Faktor für mangelnde Berücksichtigung von Frauenrechten als Menschenrechten, da wesentliche – im Privaten liegende – Gefährdungslagen gar nicht wahrgenommen werden konnten. Neue Komplexitäten der Wahrnehmung von Geschlecht wie von weiteren, mit dem Geschlecht verwobenen Diskriminierungsgründen werden im menschenrechtlichen Kontext, im europäischen Antidiskriminierungsrecht, aber auch im Flüchtlingsrecht untersucht. Und schließlich wird die Frage der Rechtsfindung als Frage nach der Handlungsmacht von JuristInnen gestellt – und danach, in welcher Weise Strukturen der Rechtsfindung gendersensibel gestaltet werden können.

Assessment and permitted materials

regular and active participation, presentation group, position paper

Minimum requirements and assessment criteria

Examination topics

Wird über moodle zugänglich sein.

Reading list

Wird über moodle zugänglich sein.

Association in the course directory

Version 2013: PM Themenfelder; VU Themenfelder I, VU Schwerpunktthema I
EC Anwendungen Gender Studies

Last modified: Mo 07.09.2020 15:40