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290053 KU Critical Geographic Media Literacy in geography and economic edcuation (2020W)

media/ space/ power/ identity

3.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 29 - Geographie

Registration/Deregistration

Details

max. 200 participants
Language: German

Examination dates

Lecturers

Classes (iCal) - next class is marked with N

INFO (01.11.2020): die LV findet ab November ausschließlich digital statt

Aus heutiger Sicht (7. September 2020) wird die LV als Präsenzlehre kombiniert mit Flipped Classroom Einheiten organisiert.

Monday 05.10. 16:00 - 18:00 Hörsaal 5A Geographie NIG 5.OG A0518
Monday 12.10. 16:00 - 18:00 Hörsaal 5A Geographie NIG 5.OG A0518
Monday 19.10. 16:00 - 18:00 Hörsaal 5A Geographie NIG 5.OG A0518
Monday 09.11. 16:00 - 18:00 Digital
Monday 16.11. 16:00 - 18:00 Digital
Monday 23.11. 16:00 - 18:00 Digital
Monday 30.11. 16:00 - 18:00 Digital
Monday 07.12. 16:00 - 18:00 Digital
Monday 14.12. 16:00 - 18:00 Digital
Monday 11.01. 16:00 - 18:00 Digital
Monday 18.01. 16:00 - 18:00 Digital

Information

Aims, contents and method of the course

Der Kurs Critical Geographic Media Literacy im politisch bildenden GW-Unterricht zielt zentral auf die Förderung kritischer emanzipatorischer Medienkompetenz. Da Medien einen entscheidenden Faktor für (räumlich relevante) ökonomische, und realpolitisch prägende Entscheidungen bedeuten, wird ein kritischer Umgang mit analogen und digitalen Informationen und Informationsquellen (seien es Nachrichten, soziale Medien, Schulbücher, Sachbücher etc.) erarbeitet. Schüler*innen und Lehrpersonen sollen ermächtigt werden, die „Realität“ als häufig (medial) vermittelte, interessengeleitete Konstrukte wahrnehmen und erschließen zu können sowie als potentiell veränderbar erkannt werden.

In der Lehrveranstaltung wird u.a. ein konstruktivistischer Raumbegriff verhandelt, der Räumlichkeit als (medial) vermitteltes soziales Konstrukt mit realen Konsequenzen erkennt. Konstruierte Räumlichkeit steht dabei in einem engen Zusammenhang mit Fragen der Identität und Macht. Dazu gehört das exemplarische Erfassen interessensgeleiteter Raumkonstruktionen, der Rolle von Kommunikation und Medien in gesellschaftlichen Aushandlungs- und Entscheidungsprozessen sowie der Kontingenz von Wahrnehmung und Darstellung. Ein Blick wird auch auf die bekannten Evidenzen zum Medienhandeln von Jugendlichen und auf die daraus erwachsenden Konsequenzen für eine kritische Medienbildung gerichtet. Weiters werden im Kurs elementare Bausteine und wichtige Diskurse innerhalb der Politische Bildung analysiert und auf ihre Konsequenzen für die Schulpraxis hin beleuchtet. Schließlich werden für die Schulpraxis adaptierte Instrumente einer kritischen Medienanalyse vorgestellt und exemplarisch an den für den GW-Unterricht bedeutsamen Themenfeldern Identitätskonstruktionen von Jugendlichen, „Der touristische Blick“, Erinnerungskultur im Raum und Gender erprobt.

Der Lehrveranstaltungstyp Kurs bedeutet in den Präsenzterminen eine Kombination von erschließenden Inputs sowie aus Sequenzen der Diskussion und kleineren Übungen. Ergänzend vertiefen die Flipped Classroom-Einheiten (mit freiwillig zu erledigenden Arbeitsaufgaben) die theoretischen Grundlagen und unterstützen den Transfer in die Schulpraxis im GW-Unterricht.

Assessment and permitted materials

Schriftliche Abschlussprüfung (Anwendungs-, Überblicks- und Definitionsfragen). Bis zu 30 Zusatzpunkte, die auf die Abschlussprüfung angerechnet werden, können im Laufe des Semesters durch die freiwillige Erledigung von Arbeitsaufgaben erarbeitet werden.Im Fall einer Aussetzung der Präsenz-Lehre an der Universität Wien aufgrund von Covid-19 wird die Lehrveranstaltung via E-Learning fortgesetzt.

Minimum requirements and assessment criteria

Mindestens 61 Punkte (von 120) auf die Abschlussprüfung. Bei Vorliegen von Zusatzpunkten aus den freiwilligen Arbeitsaufgaben: Minimum 51 Punkte auf die Abschlussprüfung + 10 Punkte aus den Arbeitsaufgaben, Minimum der Gesamtpunktezahl: 61.

Die Zusatzpunkte der freiwilligen Aufgaben (maximal 30 erreichbar) werden auf die Gesamtpunkteanzahl aufgeschlagen. Werden keine Arbeitsaufgaben abgegeben, ist die Note der Prüfung gleichzeitig die Endbeurteilung (D.h. dass Studierende deren Prüfungen z.B. mit Sehr gut beurteilt werden, auch wenn sie keine Arbeitsaufgaben abgeben, mit Sehr gut beurteilt werden.)

Examination topics

Input der Referent*innen und die in der Lehrveranstaltung angeführte Literatur

Reading list

Bergmeister, F., Pichler, H. & Hintermann, C. (2017): Perspektiven eines zukunftsfähigen GW-Unterrichts 2.0 in Zeiten von Krisendiskurs, Superkomplexität, Postfaktizität und Kontingenz. In: Österreich in Geschichte und Literatur 61(1). S. 37-51.
Glasze, G. & A. Mattissek (Hg.) (2009): Handbuch Diskurs und Raum. Theorien und Methoden für die Humangeographie sowie die sozial- und kulturwissenschaftliche Raumforschung. Bielefeld
Hintermann, C. & H. Pichler (2015) Gendered Spaces in the City: Critical Topography in Geography Education. In: GI_Forum Journal for Applied Geoinformatics, 1/2015, S. 287-298.
Hintermann, C., Bergmeister, F., Kessel, V., Pichler, H. und Raithofer, D. (2018): Hybride Identitäten im Kopf. Nachlese zur Abschlussveranstaltung des Sparkling Science Projekts MiDENTITY. In: GW-Unterricht 151. S. 59-62.
Hintermann, C. (2019): Who has the right to be remembered? Erinnerungs- und Gedächtnisorte der Migration in Wien. In: Geographische Zeitschrift 107(1). S. 13–36
Hintermann, C. (2020): Erinnerung – Bildung – Raum: Erinnerungsorte als Lernimpulse für einen politisch bildenden GW-Unterricht-. In: GW-Unterricht 157, S.5-18.
Hintermann, C., Bergmeister, F. & V. Kessel (2020): Critical Geographic Media Literacy in Geography Education: Findings from the MiDENTITY Project in Austria. In: Journal of Geography 119/4. S. 115-126.
Hintermann, C. Raithofer, D., Bergmeister, F. & H.Pichler (2021): Wie Wiener Jugendliche Identitäten (medial) aushandeln: Ein Beitrag zu Theorie und Praxis im politisch bildenden Geographieunterricht am Beispiel des Projektes MiDENTITY. In: zdg 1/2021 (eingereicht).
Douglas K. & J.Share (2007a): Critical Media Literacy, Democracy, and the Reconstruction of Education. In: D. Macedo & S.R. Steinberg (Hg.): Media literacy: A reader. New York: Peter Lang Publishing. S.3-23. https://www.researchgate.net/publication/237225853_Critical_Media_Literacy_Democracy_and_the_Reconstruction_of_Education (20.8.2020).
Douglas K. & J.Share (2007b): Critical media literacy is not an option. Springer. 11 S. https://link.springer.com/article/10.1007/s11519-007-0004-2 (20.8.2020).
Lukinbeal, C. (2014): Geographic Media Literacy. In: Journal of Geography 113/2. S. 41-46.
Pichler, H. (2006): Politische Bildung als gelebte Praxis. In: Diendorfer, G. (Hg.): Demokratiebildung in Europa, Wochenschauverlag S.109-117.
Pichler, H., Fridrich, C., Vielhaber, C. & Bergmeister, F. (2017): Der fachdidaktische Grundkonsens 2.0 in der Verbundregion Nordost – Perspektiven einer zukunftsfähigen Orientierungshilfe im GW-Unterricht. In: GW-Unterricht 146. S. 60-62.
Pichler, H., Aufhauser E. & C. Hintermann (2017): genderATlas für die Schule – vorwissenschaftliches Arbeiten mit dem genderATlas. In: GW-Unterricht. S. 146, 53-59.
Sander, W. (Hg.) (2005): Handbuch politischer Bildung. Schriftenreihe Bundeszentrale für politische Bildung Band 476.
Vielhaber, Christian (1999): Vermittlung und Interesse - Zwei Schlüsselkategorien fachdidaktischer Grundlegungen im "Geographie und Wirtschaftskunde"-Unterricht. In: Vielhaber, Christian (Hg): Fachdidaktik kreuz und quer. Bd.15 der Materialien zur Didaktik der Geographie u. Wirtschaftskunde, Wien.
Wolf, A. (1998) (Hrsg.): Der lange Anfang. 20 Jahre „Politische Bildung“ in den Schulen. Sonderzahl: Wien.

Association in the course directory

(BA UF GW 19) (MA UF GW 01)

Last modified: We 21.04.2021 10:49