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490220 PS Lifeworlds (2019S)

Geschlecht im Fokus von Pädagogik und Schulforschung: Von der Einführung der Koedukation zu queerer Pädagogik

5.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 49 - LehrerInnenbildung
Continuous assessment of course work

Registration/Deregistration

Details

max. 20 participants
Language: German

Lecturers

Classes (iCal) - next class is marked with N

Bitte kommen Sie pünktlich!

Monday 18.03. 11:30 - 14:45 Seminarraum 3 Porzellangasse 4, EG05
Monday 25.03. 11:30 - 14:45 Seminarraum 3 Porzellangasse 4, EG05
Monday 01.04. 11:30 - 14:45 Seminarraum 3 Porzellangasse 4, EG05
Monday 08.04. 11:30 - 14:45 Seminarraum 3 Porzellangasse 4, EG05
Monday 29.04. 11:30 - 14:45 Seminarraum 3 Porzellangasse 4, EG05
Monday 13.05. 11:30 - 14:45 Seminarraum 3 Porzellangasse 4, EG05
Monday 20.05. 11:30 - 14:45 Seminarraum 3 Porzellangasse 4, EG05

Information

Aims, contents and method of the course

Unterschiede zwischen den Geschlechtern und ein binäres Geschlechterkonzept werden in der Gesellschaft oft als gegeben vorausgesetzt, daraus resultierende Einschränkungen und Diskriminierungen nicht erkannt. Schule bietet die Möglichkeit, an Geschlechterstereotypen, die einen großen Einfluss auf Schüler*innen und ihre Lernchancen haben, zu arbeiten. Dabei kommt Lehrkräften eine verantwortungsvolle Rolle zu. Dies benötigt den Aufbau von Genderkompetenz als Teil der pädagogischen Professionalität – wobei Genderkompetenz als Grundlage für ein gendersensibles Lehren und Unterrichten nicht nur Wissen, sondern auch handlungswirksame Kompetenzen beinhaltet.

Inhalte:
● Fachwissen zu Gender (zentrale Begriffe, Diskurse, Daten, Forschungsergebnisse - allgemein und für den Bildungsbereich)
● Verknüpfung von Gender mit anderen strukturell und sozial wirksamen Kategorien (Intersektionalität)
● Wissen über genderrelevante gesetzliche Rahmenbedingungen (Gesetze, Verordnungen, Lehrpläne)
● Reflexion der eigenen Geschlechterbilder/Geschlechterkonzepte
● Reflexion der pädagogischen Praxis
● Gestaltung eines geschlechterreflektierenden (Fach-)Unterrichts

Die Studierenden bekommen – jeweils in Bezug zu relevanten gendertheoretischen Positionen außerhalb der Bildungswissenschaften – einen vergleichenden Einblick in die historisch und konzeptionell sich verändernde Konzeption von Geschlecht in pädagogischen Kontexten: von der Einführung der Koedukation zu Koedukationskritik, feministische Mädchenförderung, Unterrichtsprinzip Erziehung zur Gleichstellung von Frauen und Männern, antisexistische Bubenarbeit, gendersensible Pädagogik, normativitätskritische Pädagogik zu queerer Pädagogik. Der Schwerpunkt liegt darauf, wie diese unterschiedlichen Konzeptionen auf die Gestaltung von Handlungsprozessen und die Praktiken des Unterrichtens wirken.

Ziele:
Die Studierenden kennen unterschiedliche gendertheoretische Positionen und erkennen deren Relevanz für pädagogische Prozesse, vor allem in Bezug auf ihre Konzeption und Zielsetzungen; sie kennen die Effekte von Gender Bias auf der individuellen, der gesellschaftlichen und der institutionell-schulischen Ebene und können damit selbst als Pädagog*in, mit ihren Schüler*innen, mit Kolleg*innen und mit Eltern/ Erziehungsberechtigten konstruktiv umgehen; sie haben ihren persönlichen Standpunkt im Genderdiskurs (vorläufig) geklärt; sie können Gender Bias im Unterricht und in der Schule erkennen und analysieren, v.a. hinsichtlich der Lehrinhalte, Lehrmaterialen/ Schulbücher und der Lehrpläne, aber auch in Bezug auf Interaktionen und Kommunikation, Didaktik und Gruppendynamik; sie haben ein Methodenrepertoire zur Bearbeitung von Geschlecht und Geschlechterkonstruktionen kennengelernt und seinen Einsatz normenkritisch reflektiert; sie haben Schreibkompetenz als Wissenschafter*in aufgebaut (sich äußern, eigene Positionen finden und verändern, sich ein Urteil bilden).

Methoden:
Plenarvorträge der Lehrveranstaltungsleiter*innen, Kleingruppenarbeiten, Dramapädagogik, Film- und Textanalysen, Literaturstudium, Biografiearbeit. Weiters führen die Studierenden Beobachtungen in Schulen und in Schulklassen anhand von Beobachtungsbögen durch.
Die Präsenzphasen werden durch E-Learning-Komponenten, bereitgestellt über die Lernplattform Moodle, ergänzt.

Die Lehrveranstaltung findet im Rahmen des Erasmus+-Projekts „Towards Gender Sensitive Education“ statt (Projektnummer: 2017-1-CZ01-KA201-035485, http://gendersensed.eu/), weshalb die Studierenden (über das übliche Evaluierungssystem der Universität Wien hinausgehend) als Evaluator*innen einbezogen werden. Ihre Rückmeldungen werden – unter Berücksichtigung der unterschiedlichen nationalen Kontexte und Rahmenbedingungen – in das endgültige Design für ein Training zu gendersensibler Pädagogik einbezogen.

Assessment and permitted materials

* aktive Beteiligung in den Proseminareinheiten
* Leseaufträge, Abfassung eines papers
* Beobachtungsaufgaben in Schulen, Präsentation in der Seminargruppe, Verfassen eines papers
* Ausarbeitung von Unterrichtsvorschlägen

Minimum requirements and assessment criteria

Beurteilt wird nach einem Punktesystem. Mindestanforderung für die positive Beurteilung ist:
* die aktive Beteiligung in den Proseminareinheiten (15 Punkte),
* ein kurzer Rechercheauftrag (5 Punkte),
* Textlektüre zwischen den Präsenzzeiten sowie die Abfassung eines kurzen papers (20 Punkte),
* Beobachtungsaufgaben in Schulen, Präsentation wesentlicher Ergebnisse daraus sowie die Abfassung eines kurzen papers (30 Punkte) sowie
* die Ausarbeitung von Unterrichtsvorschlägen für den Fachunterricht (ca. 10 Seiten) bis 30.September 2019 (30 Punkte).
Insgesamt können 100 Punkte erreicht werden. Für eine positive Gesamtnote sind mindestens 65 Punkte zu erreichen.

Es besteht Anwesenheitspflicht (mind. 80%).

Examination topics

In der LV vermittelte Inhalte und Materialien, eigene Recherchen und Texte der Studierenden. Unterstützendes Lernmaterial befindet sich auf Moodle.

Reading list

Eine Literaturliste und Arbeitsmaterialien werden auf Moodle zur Verfügung gestellt.

Association in the course directory

Last modified: Mo 07.09.2020 15:47